Christinendorf

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Geschichte

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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Zur Zeit der ersten Erwähnung finden wir den Ort als „Kyrstinendorf“ auch „Kerstynendorf“ und „Kerchendorf“ genannt. Sicher stammt die Siedlung aus der deutschen Kolonisationsperiode im 13. Jahrhundert. 1375 gehört es zur Burg Trebbin, wohin auch die im Dorfe ansässigen 6 Bauern ihre Abgaben zu entrichten hatten. Nachdem gegen Ende des 15. Jahrhunderts das kurfürstliche Amt Zossen gebildet war, wurde Christinendorf diesem Amte unterstellt, dem die 11 Hüfner mit ihren Lehnschulzen Spanndienste leisten mussten.

Die 6 Kossäten, der Hirte und Schmied scheinen von besonderen Diensten befreit gewesen zu sein, doch hatte der Müller jährlich einen Wipfel Roggen an das Amt abzuliefern. Näheres über die Verhältnisse nach dem Dreißigjährigen Kriege gibt der Landreiter in seinem Bericht, wonach von den obengenanten 12 Hüfnern nur 4 die Wirren überlebt hatten; darunter Zernicke und Soltmann. Die beiden letztgenannten Familien sind noch heute ansässig. Andere waren aus Nachbardörfern zugezogen, Kaulbrot aus Rulsdorf bei Halle einwandert und ein ehemaliger schwedischer Reiter hatte sich ebenfalls ansässig gemacht.

Nach Aufgabe des Amtes Zossen durch den Staat wurden die Dienste und Naturalabgaben umgewandelt, die bei den Kossäten 60 – 70, bei den Bauern 270 Mark betrugen. In den Tagen vor der Schlacht bei Großbeeren ging fast das ganze Dorf in Flammen auf; nur die Kirche blieb vom Feuer verschont. Wie das alte Gotteshaus ausgesehen hat, wissen wir nicht. Es steht nur fest, dass es zur Zeit Friedrichs des Großen neuerbaut wurde und auch ganz den Charakter des Barockstiles trägt.

Einwohnerzahl 1925: 156 männl. 161 weibl. Anbaufläche : 867 ha Eisenbahnstation: Trebbin Fernstrecke Berlin – (Anh Bhf) Luckenwalde – Jüterbog Postanschrift: Trebbin ( Kr. Teltow)

Quelle: Adressbuch Teltow 1927