Diepensee

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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Diepensee

Heutigen Tages ein gut mit rund 200 Einwohnern, gehörte der Ort ursprünglich zu den deutschen Gründungen aus der Zeit der Kolonisation im 13. Jahrhundert. Der Name wird ohne Zweifel mit dem in der Nähe befindlichen „ tiefen See“ zusammenhängen, wie wir ähnliche Beispiele auch aus anderen Teilen der Mark haben. Um 1375 wird bereits gemeldet, dass das Dorf „ wüst“ liege, doch bezog Heyne Beschorne nicht unbeträchtliche Abgaben aus dieser Feldmark.

Zur Zeit des ersten Hohenzollern – 1416 – hatten die v. Britzke „ 2 Höfe mit aller Gnade“, und aus einem Dokument von 1427 ist ersichtlich, dass 6 Höfe bestanden, die ein Heinrich Möller besaß. Ulrich Zeuschel, seines Zeichens Kurfürstlicher Küchenmeister, erhielt 1438 die „ Dorffstete Tieffensee“ mit allen Einkünften, Gerechtsamen, Zinsen und Renten. Nach seinem Tode bekamen die Herren v. Britzke 18 Hufen Landes und die Hälfte der Einnahmen; der anderer Gutsanteil gehörte um 1610 den reichen auf Rotzis, später denen von Flanß – Großmachnow.

Wie wir es häufig in der Geschichte unserer märkischen Wüstungen finden, erweckte erst Friedrich der Große die alte Siedelung zu neuen Leben, indem er 1747 hier 12 Büdner ansetzen ließ. Das Gut, das als solches weiter bestanden hatte, gehörte zu dieser Zeit denen v. Schlabrendorf dort auf Gröben und zählte um das Jahr 1800 in 13 Haushalten 68 Einwohner.

1828 wurde es vom Geheimen Oberrechnungsrat Büttner, 1836 von Friedrich für 28000 Taler und 1842 für 54000 Taler von Heinrich Heydemann angekauft. Auch der „ Eisenbahnkönig“ Dr. Strousberg besaß das Gut einige Zeit, der auch angeblich die Gleisverbindung mit der Görlitzer Bahn herstellen ließ. Heute gehört die umfangreiche Besitzung der Familie Wrede.

Einwohnerzahl 1925: 104 männl. : 97 weibl. :

Quelle: Adressbuch Teltow 1927

Für den Flughafenausbau wurde der Ort Diepensee 2004 abgerissen und die Bewohner auf meist umliegenden Ortschaften verteilt