Dreilinden & Düppel

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Geschichte

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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Düppel und Dreilinden gehören zusammen. Das Eine der Arbeit, das Andere dem Frohsinn gewidmet; das Vorwerk im Ackerlande und das Jagdhaus im Walde. Diese beiden Gebilde haben auch ganz verschiedenen Ursprung. Dann das Gut Düppel ist aus einem ehemaligen Zehlendorfer Bauernhof hervorgegangen, während das zum Gute gehörige Waldgebiet mit dem Jagdschloss zum Rittergut Heinersdorf gehörte, das von 1515 bis zum Beginn des vergangenen Jahrhunderts die Familie v. Hake auf Kleinmachnow besaß.

Den Bauernhof hatten bis zum Jahre 1826 die Geschwister Pasewald inne, die es um diese Zeit an den Salz und Schifffahrtsdirektor Bensch für 6000 Taler verkauften, der hier nun ein Vorwerk größeren Stiles entstehen ließ; Neu Zehlendorf. Bensch, der sechs Jahre vorher schon das angrenzende Waldgebiet erworben hatte, verfügte nun über einen ansehnlichen Gesamtbesitz von über 600 Hektar, den er 1856 an den Berliner Großdestillateur Gilka abtrat.

1859 erwarb die umfangreiche Besitzung Prinz Friedrich Karl für 95000 Taler und ließ 1869 das im Walde versteckliegende „ Jagdhaus“ Dreilinden erbauen. Um den Sieger von 1864 zu ehren, beantragte der Teltower Kreistag im selben Jahre, dem Gute „ die Rittergutsqualität und die Benennung Rittergut Düppel“ zu verleihen, wovon eine Marmortafel am Hauseingange noch heute Kunde gibt. Nachdem der Prinz das gut einige Zeit selbst bewirtschaftete, eine mustergültige Gestütsanlage geschaffen und durch Ankauf weiterer Ländereien vergrößert hatte, verpachtete er es 1874 an den 1907 verstorbenen Ökonomierat Ernst Ring.

Dreilinden aber, von dem Fontane so anschaulich plaudert, war in jenen Tagen der Lieblingsaufenthalt des Prinzen Friedrich Karl. Dort starb er auch am 15. Juni 1885.

Einwohnerzahl 1925: männl. : 73 , weibl. : 62 Anbaufläche : 535 ha Eisenbahnstation : keine Angaben

Quelle: Adressbuch Teltow 1927