Genshagen

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Geschichte

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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Wenn einem älteren Bericht Glauben geschenkt werden dürfte, hat inmitten das ausgedehnte Bruchwaldes auf dem Buchhorst, ein Ritter Johann oder Jan eine Burg besessen und am Rande der Niederung ein Dorf angelegt. Irgendwelche Mauer – oder Mörtelreste konnten vor ungefähr drei Jahrzehnten nicht mehr gefunden werden, wohl aber eine vorgeschichtliche Siedlung, die sicher die Annahme erweckt hat, dass dort eine Burg gestanden habe.

Im Mittelalter gehörte das Dorf – 1375 „Janshagen“ genannt – zum Bereich derer von Torgau auf Zossen und war dem Achidiakonat der Bischöfe von Meißen zugeteilt. Dieser Umstand lässt aufkommen, dass wir es hier nicht um eine askanische Gründung zu tun haben, sondern Genshagen zur Einflusssphäre der sächsischen Kirchenherren gehörte.

1450, also vor dem Aussterben der Torgaus, besaß Otto Schere als Lehnsmann Kurfürst Friedrich II. im Orte, während die Inhaber der übrigen 23 Hufen abgabepflichtig waren. Nach dem Zusammenschmelzen der Herrschaft Zossen mit der Mark erhielten um 1500 die von Otterstedt und von Zicker Vasallenrechte in Genshagen, so dass schon zu dieser zeit 2 ritterliche Güter im Dorfe auftauchten. Hans von Otterstedt vergrößerte durch Kauf seinen Besitz im Jahre 1602, während das Zickersche Gut keine weitere Ausdehnung erheilt.

Nach dem Dreißigjährigen Kriege – 1695 – finden wir das Otterstedtische Gut in den Händen des Hans Albrecht von Hake, während der Zickersche Anteil an Friedrich August von Thümen gelangte. 1780 wurden beide Rittersitze von Hauptmann von Hake, der auch von 1791 bis 1819 Landrat des Kreises Teltow war, vereinigt. 1831 veräußerten die von Hake das mit 90 000 Taler bewertete Gut an den Geh. Justizrat Schulz. Später ging dieser im Kreise größte Privatbesitz an die Familie von Eberstein über.

Einwohnerzahl 1925: 40 männl. 45 weibl. Anbaufläche : 189 ha Eisenbahnstation : Ludwigsfelde Fernstrecke Berlin (AnhBhf) Luckenwalde – Jüterbog

Gutsbezirk Genshagen Einwohnerzahl 1925:160 männl. 177 weibl. Anbaufläche :1921 ha Postanschrift : Ludwigsfelde

Quelle: Adressbuch Teltow 1927