Großbeeren

Aus Veikkos-archiv
Wechseln zu: Navigation, Suche

Wie bei Wikipedia kann man mit seinem Wissen dazu beitragen und die Geschichte von Großbeeren ergänzen, sowie schöne Radtouren der Gegend einstellen.


Inhaltsverzeichnis

Die Karte wird geladen …

(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Das typische Straßendorf, dessen Gehöfte sich von der Heinersdorfer Gemarkung kommenden Lilo- Graben anschmiegen, gehört der askanischen Kolonisationsperiode an, in der es wieder zurückgedrängt wurde. Der Name dürfte mit dem ritterlichen Geschlecht von Beeren im Zusammenhang stehen, das sich bereits zur Zeit des letzten Askanier – unter Waldemar – im Besitz von Groß – und Kleinbeeren befand sich fast fünfhundert Jahre im Orte behauptete. Das Gut ging 1824 an Mumme über, einem Onkel Theodor Fontanes; später besaßen es die Familien von Beyer und Briesen.

Seit über 30 Jahren ist es der Berliner Kanalisation angeschlossen und wird das ausgedehnt Geländer zu Rieselzwecken benutzt. Vom letzten Gutsbesitzer aus dem Geschlecht von Beeren – „ Der tolle Geist“ – sind noch heute zahlreiche Überlieferungen bekannt, die ihn als ein Übermut und Schikanen zusammengesetztes Wesen kennzeichneten, doch brachte es durch seine Glossen, die von nichts zurückschreckten, die Lacher auf seine Seite.

Im Dreißigjährigen Kriege ging die Hälfte der Gehöfte ein, 1760, als Russen und Österreicher den Teltow verwüsteten, hatte Großbeeren ebenfalls arg zu leiden. 1813 gar, am 23. August, wurde das Dorf und die Feldmark zum Schauplatz der bekannten Schlacht , in der die Franzosen und ihren Verbündeten zurückgewiesen und Berlin, die Hauptstadt Preußens, gerettet wurde. Die zahlreichen Denkmäler im Ort weisen noch heute auf die große Tat preußischer Einheit hin.

Besonders Interesse verdient jedoch der vom Kreise Teltow inmitten des Dorfes im Jahre 1913 errichtet Gedenkturm, von dessen Plattform aus die Blicke weit in das Land hinein schweifen können; von den Havelberge bis ins Land Storkow, von den Häusermassen Großberlins bis zu den lichtblauen Höhen des Fläming.


Einwohnerzahl 1925: männl. 786, weibl. 780 Anbaufläche : 539 ha Eisenbahnstation Fernstrecke : Berlin (AnhBhf) Luckenwalde – Jüterbog Postanschrift: Großbeeren (Kr. Teltow)

Gutsbezirk Großbeeren: Einwohner 1925 201 männl., 208 weibl. Anbaufläche : 983 ha

Quelle: Adressbuch Teltow 1927