Großbeuthen

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Wie bei Wikipedia kann man mit seinem Wissen dazu beitragen und die Geschichte von Großbeuthen ergänzen, sowie schöne Radtouren der Gegend einstellen.


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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


„ Buten slavica“ heißt der Ort im Landbuch von 1375 und wird damit bezeugt, dass es sich hierbei um eine slawische Siedlung handelt. Heinrich von Gröben tritt als früher Besitzer des Dorfes auf, hatte es aber an den in Rudow begüterten Ritter Beteke Direke verkauft; ein Rittersitz bestand nicht, sondern die bisherige Gutsherrschaft wohnte auf der benachbarten Burg Kleinbeuthen. 32 Hufen umfaste die Gemarkung, von der 14 wüst lagen, die übrigen aber abgabepflichtig waren.

In der Folgezeit traten weitgehende Änderungen ein. Die aus dem Havelland stammende Familie von Schlabrendorf machte sich 1416 ortsansässig und brachte durch Einziehung bäuerlicher Höfe größere teile in ihre Hände. Als 1595 Curt von Schlabrendorf in Zahlungsschwierigkeiten geriet, veräußerte er Stücke seines Besitzes an Friedrich von Götze, dessen Erben sie zwei Jahre später an Friedrich von Goertzke verkauften. Es bestanden zwei Rittersitze in Großbeuthen.

1624 ist nur noch von einer Bauernhufe die Rede woraus sich ergibt, dass die übrigen Hufen zu den Gutsenateilen gehörten. Der Landreiter berichtet 1652 nur noch von Kossäten, die den Dreißigjährigen Krieg überlebten oder als Kolonisten hier eine neuen Erwerb gefunden hatten.

1703 bestand – wie früher – das von Schlabrendorfsche Gut neben dem der Familie von Goertzke gehörigen, doch setzte sich letztere in der Folgezeit in den Besitz des andren Teiles und vereinigte beide Güter zu einem. Nach dem Siebenjährigen Kriege legte die Familie von Goertzke alle Ehre darein, Teile des Nuthebruches urbar zu machen, Hopfen- und Maulbeerplantage anzulegen und neue Büdnerfamilien anzusetzen, so dass die Einwohnerzahl nicht unbeträchtlich stieg. Über dreihundert Jahre wirkte die von Goertzke in diesem Ort, und manch Spross hat in der langen Zeit zum Wohle des Kreises an berufener Stelle gewirkt.

Einwohnerzahl 1925: männl. 39, weibl. 26 Anbaufläche : 182 ha Eisenbahnstation: Thyrow Fernstrecke Berlin (AnhBhf) Luckenwalde – Jüterbog Postanschrift : Thyrow (Kr. Teltow)

Gutsbezirk Großbeuthen: Einwohnerzahl 1925 91 männl., 85 weibl. Anbaufläche : 861 ha

Quelle: Adressbuch Teltow 1927