Großziethen

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Wie bei Wikipedia kann man mit seinem Wissen dazu beitragen und die Geschichte von Großziethen ergänzen, sowie schöne Radtouren der Gegend einstellen.


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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


In sagengrauer Vorzeit sollen die Riesen der Müggelberge mit denen auf Teltow wohnenden in Streit geraten sein und sich mit mächtigen Feldsteinen beworfen haben; einer davon ist erhalten und liegt neben dem Schulhause am Straßenrande. Als er vor einigen Jahren aus dem nahen Garten dorthin geschafft wurde, fand man in seiner nächsten Umgebung steinzeitliche Geräte und Gefäße, die vielleicht ein Alter von fünf Jahrtausenden aufweisen.

1375 ist „ Magna Czilen „erstmalig genannt. Die früheren Ansprüche der Landesherren waren zu der Zeit längst – pfandweise – in andere Hände übergegangen, und zwar an verschiedene Berliner Bürger und an den markgräflichen Vasallen Berchter Wikhusen. Diese Familie bildete in der Folgezeit aus einer Anzahl Freihufen heraus einen Gutsbesitz, den sie bis 1520 innehatte, der dann im Erbgang auf Achim von Bardeleben überging. Später traten die von Streithorst als Herren des Dorfes auf.

1652, als der Landreiter seine Nachrichten über die Einwohner sammelte, gab es 6 wüste Bauernhöfe; 15 Bauern – und Kossätenfamilien hatten den Dreißigjährigen Krieg überdauert oder waren als Kolonisten zugezogen. Um diese Zeit setzte sich die Familie von Flanß in den Besitz des Gutes und behielt es bis zum Jahre 1780. Dann finden wir die von Lützow, die Grafen von Brühl, von Quast, Graf von Bohlen als Gutsherr verzeichnet.

Nach der Erhebung Preußens zogen bürgerliche Familien ein; der Berliner Kaufmann Braumüller, dann Moser im Jahre 1838, später der Großdestillateur Gilka. Große Teile der Gemarkung werden seit Jahrzehnten als Rieselfelder genutzt, die mit ihren schachbrettartigen Einteilungen die neuere Zeit kennzeichnen. Die Nähe Berlins hat übrigens in den letzten Jahren ausgedehnte Kolonien entstehen lassen, die als Vorposten gegen die immer weiter sich reckende Über- Großstadt angesehen werden können.

Einwohnerzahl 1925: männl. 416, weibl. 453 Anbaufläche : 780 ha Eisenbahnstation: Lichtenrade, Vorortstrecke Berlin (Ringbhf) Zossen – Wünsdorf Postanschrift : Lichtenrade bei Berlin

Gutsbezirk Großziethen Einwohnerzahl 1925: 42 männl. 41 weibl. Anbaufläche: 338 ha

Quelle: Adressbuch Teltow 1927