Halbe

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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Die kleine Gemarkung, der wenig günstige Ackerboden, die Lage inmitten meilenweiter Wälder, das alles wird dazu beigetragen haben, dass sich Halbe erst in späterer Zeit im Gegensatz zu vielen andren Dörfern des Schenkenländchens höher entwickelte, um dann freilich sogar die Nachbarstädte Teupitz und Buchholz zu überflügeln. Dass die Vergrößerung der Einwohnerzahl in der Zeit von 1900 bis 1910 über 400 betrug, kann hauptsächlich den in der Nähe gelegenen Ziegeleien zugute gerechnet werden. Jetzt, nach Rückgang des Betriebes, ist die Zahl der Einwohner wieder gesunken; von 1225 im Jahre 1910 auf 1120 im Jahre 1925.

„ Helba“ gehörte im Mittelalter den auf Schloss Teupitz wohnenden Schenken von Landsberg, denen die Bauern und Kossäten dienstpflichtig und untertan waren; 1624 werden 16 Bauern, 5 Kossäten1 Hirte und 1 Pachthüfner genannt. Drei von ihnen – 2 Bauern und 1 Kossäte – überlebten die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges, doch konnten in Jahrzehnten alle wüstgewordenen Höfe wieder besetzt werden. In der Folgezeit gelang es den herrschaftlichen Grundeigentümern alle Bauerngüter aufzukaufen, so dass im Anfang des 18.Jahrhunderts keine bäuerliche Hufen mehr in Halbe vorhanden waren. Als um 1718 das Schenkenländchen in den Besitz König Friedrich Wilhelm I. gelanget, ließ dieser die eingezogenen Äcker wieder an Bauern austeilen, die nun dem Amte Königswusterhausen einen Erbzins zu zahlen hatten. Zum eigentlichen Kreise Teltow gehörte Halbe erst seit der Zeit der Befreiungskriege, wo allenthalben Neuorganisationen vorgenommen wurden.

Das benachbarte Städtchen Wendischbuchholz war Sitz eines Hausfideikommißamtes und übte dieses, obgleich zum neugebildeten Kreise Beeskow – Storkow gehörig, die Polizeigewalt und Gerichtsbarkeit bis zum Jahre 1872 aus.

Seit 1914 besitzt der Ort eine eigene Kirche, die mit ihrem über 38 Meter hohen Turm und der angegliederten Pfarre ein Bild von eigenartigen Reizen gibt. An eine frühere Zeit, wo Halbe noch in kirchlicher Hinsicht zu Buchholz gehörte, erinnert nur der durch den Wald führende „ Kirch – Steig“ , der nach Anlegung der Chaussee im Jahre 1778 auch mehr und mehr an Bedeutung verlor.

Einwohnerzahl 1925: 561 männl. 559 weibl. Anbaufläche: 403 ha Eisenbahnstation: Fernstrecke Berlin (GörlBhf) Halbe – Kottbus Postanschrift : Halbe (Kr Teltow)

Quelle: Adressbuch Teltow 1927