Jütchendorf

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Geschichte

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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Südlich der Landbrücke zwischen dem Siethener See und Gröbener See sind wiederholt gespaltene Tierknochen, Scherben und im Feuer geplatzte Herdsteine aufgefunden worden, die auf eine Besiedelung in vorgeschichtlicher Zeit hinweisen. Auch am ganze Südufer des Gröbener Sees und inmitten des Wiesengeländes treten an verschieden Stellen vorslawische und frühmittelalterliche Siedlungsreste auf. Es ist sogar versucht worden, den Ortsnamen mit dem Slawenkult Jutribog in Verbindung zu bringen, doch fehlen natürlich hierzu jegliche Beweise. Mit Sicherheit ist anzunehmen, dass das Dorf zurzeit der askanischen Kolonisation im 13. Jahrhundert gegründet und mit 25 Hufen Ackerland ausgestattet wurde.

„ Gutkendorff“ gehörte nach dem Landbuch Kaiser Karls V. von 1375 zum Bereich des markgräflichen Vasallen Heinrich von Gröben, der auf der Burg Beuthen (Kleinbeuthen) seinen Sitz hatte. Als Beuthen 1410 an die von Schlabrendorf als Lehen überging, fiel auch Jütchendorf an diese im Teltow mehrfach begüterte Familie. Einen Teil ihres Besitzes veräußerten die Schlabrendorf 1597 an Friedrich von Goertzke, ein anderer Teil verblieb ihren zu Gröben ansässigen Stammesvettern.

1624 wurde die Feldmark von 8 Hüfnern bestellt; außerdem zählte man noch 4 Kossäten, 1 Schweinhirt und einige Hausleute. 1652, also nach dem Dreißigjährigen Kriege, werden 2 Bauernhöfe vom Landreiter als wüst gemeldet. Einen Weinmeister hatte das Dorf zu dieser zeit ebenfalls aufzuweisen, unter dessen Aufsicht und Pflege sicher auf dem heute zum teil beackerten mit Kiefern bestandenen Jütchendorfer Berge die Trauben reiften und dessen Erträge den Rittern auf Beuthen und Siethen zustanden. Um das Jahr 1800 trat ein Wechsel in den gutsherrlichen Verhältnissen ein, indem die den von Schlabrendorf gehörigen Teile an den Kammerherrn von Berdy und den Geheimrat Schmidt, beide in Berlin, übergingen, während die von Goertzke auch weiterhin als Mitbesitzer auftreten.

1828 werden den letzteren die von Schlabrendorf und der Prinz von Hohenlohe – Ingelfingen als Gutsherren genannt, und 1853 besitzen die drei Teile die von Goertzke, von Scharnhorst und Graf von Schlabrendorf.

Bewegte sich seit dem Jahre 1860 die Einwohnerzahl ständig abwärts, so ist nach der Zählung von 1925 ein Anstieg zu verzeichnen; es wurden im amtlichen Bericht 143 Einwohner angegeben.

Einwohnerzahl 1925:männl. 80, weibl. 63 Anbaufläche : 398 ha Eisenbahnstation: Ludwigsfelde, Fernstrecke Berlin (AnhBhf) Luckenwalde – Jüterbog Postanschrift :Ludwigsfelde

Quelle: Adressbuch Teltow 1927