Kiekebusch

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Geschichte

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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Kiekebusch

Um das Jahr 1375, als Kaiser Karl IV. sein berühmtes Landbuch aufstellen ließ, umfasste die Gemarkung des Dorfes 42 Hufen, von denen der Pfarrer 3 und der Schulze 5 freie besaß; letzterer war dafür verpflichtet, dem Landesherrn im Bedarfsfall ein Lehnspferd zu stellen, oder musste 240 Silberpfennige zahlen. Die Einkünfte, Zinsen Bede, Dienste und was sonst noch an Gerechtsamen, Steuern und dergleichen ursprünglich in die Tasche des Markgrafen floss, war längst verpfändet worden.

In der genannten Zeit bezogen die Gelder und Naturalleistungen ein Berliner Bürger namens Lietzen, der Ritter Heinrich von Reichenbach und Richard von Dame. Zur Zeit der ersten Zollern finden wir die Familie von Hake im Besitz der Einkünfte, die später das ganze Dorf erwarb. Danach fasste die im Teltow altbekannte Familie v. Beer hier ebenfalls festen Fuß und kaufte 1645 den Ort mit allen Gerechtsamen für 6600 Taler. Um diese Zeit wird es in Kiekebusch trübe ausgesehen haben, denn der Dreißigjährige Krieg hatte unter den Bewohnern und ihrem Eigen furchtbar gewüstet; nur 3 Bauern waren auf ihren Höfen geblieben.

Major von Beeren veräußerte 1727 das Dorf für 20 000 Taler an König Friedrich Wilhelm I., der es seiner Lieblingsherrschaft Königswusterhausen zufügte und es dam Amte Rotzis (Rotberg) unterstellte. Später als Kronfideikommissgut anerkannt, verblieb der Ort bis zum Jahre 1850 der Amtsgerichtsbarkeit

Wenn wir auch über die älteste Geschichte des im liebliche Gelände zwischen Wiesen und sanftgewellten Höhen gelegenen Dorfes keine besondere Nachrichten Besitzen, so spricht doch der Name schon für seine deutsche Gründung.

Die Kirche, deren Umfassungsmauern aus dem Mittelalter stammen, besitzt ein ehrwürdiges Kunstwerk in seinem sandsteinernen Taufstein, der vielleicht aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts stammt und mit zu den ältesten des Kreises Teltow gehört; einige Grabtafeln halten das Erinnern an frühere Besitzer des Gutes wach.

Einwohnerzahl 1925: 68 männl. 91 weibl.

Quelle: Adressbuch Teltow 1927