Lindenbrück

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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Lindenbrück (Jachsenbrück)

„Jacinbrucke“, dessen Geschichte sich im Dunkeln der Frühzeit unserer Mark verliert, gehörte den Burgsassen auf Zossen, den Edlen von Torgau, von denen ein Mitglied, Bernhard, das Dorf 1476 zusammen mit Fernneuendorf an Georg von Schlieffen auf Baruth verkaufte. Gegen Wiederkauf lautete der Vertrag; war also mehr als eine Verpfändung und Hilfe aus einer augenblicklichen Geldverlegenheit anzusehen. Als vierzehn Jahre später das Land Zossen an den Markgrafen Johann von Brandenburg überging, kaufte Bernhard v. Torgau 1496 die beiden Orte zurück, um auf diese Art das ganze Gebiet in einen andere Hand kommen zu lassen.

1545 nennt eine Nachweisung des nunmehr kurfürstlichen Amtes Zossen neben dem Lehnschulzen 8 Hüfner und 8 Kossäten als Einwohner, die zu Spann – Handdiensten verpflichtet waren; auch eine Wassermühle – Funkenmühle- tritt hier erstmalig in Erscheinung.

Im Dreißigjährigen Kriege hatte der Ort so gelitten, dass diese Zeit nur der Schulze Gürgen Schultze und der Kossät Kluge überlebten, doch siedelten sich nach und nach neue Kolonisten an, so dass in einigen Jahre die alten Verhältnisse herrschten.

Seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts bildet das Dorf mit der Kolonie Funkenmühle einen geschlossenen Gemeindebezirk, während früher der Lehnschulze von Jachsenbrück und er Erbpächter in Funkenmühle die Schulzengeschäfte getrennt führte. Übrigens gehörte die Mühle vor dem Dreißigjährigen Kriege dem Kurfürsten, der sie an verschiedene Beamte seiner Hofhaltung zu Lehen gab, wie auch das Gut Funkenmühle bis zum Jahre 1716 oft die Besitzer wechselte.

Auf Grund und Boden des ehemaligen Aktsvorwerks ließ Friedrich Wilhelm II. 1787 sächsische Kolonisten ansetzen. Ehe die Chaussee von Berlin über Zossen, Baruth und weiter nach Sachsen hinein im Jahre 1835 gebaut wurde, ging der Verkehr durch das jetzt so stille Dorf, dessen Einwohner durch Vorspanndienste manche gute Nebeneinnahme hatten.

Einwohner 1925: männl. 188, weibl. 231

Quelle: Adressbuch Teltow 1927