Neumünster

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Neumünster ist mit gut 77.000 Einwohnern (Stand: Dezember 2013) nach Kiel, Lübeck und Flensburg die viertgrößte Stadt Schleswig-Holsteins. Die kreisfreie Stadt im Herzen des nördlichsten Bundeslandes wird urkundlich erstmals im Jahre 1127 erwähnt: Der Stadtname geht auf das in diesem Jahr vom Slawenmissionar Vicelin gegründete Kloster Novum Monasterium zurück. Am 6. April 1870 erhielt Neumünster das Stadtrecht. Das seit 1930 gebräuchliche rot-weiße Stadtwappen vereint drei Elemente: den Schwan von Stormarn (symbolisiert die Verbindung zu Stormarn), die holsteinische Nessel (stellt die historische Beziehung zum Holstengau dar) und eine Fabrik (steht für Neumünster als überregionaler Industriestandort).

Im 19. und 20. Jahrhundert machte das sogenannte Manchester Holsteins als Industriestadt, vor allem durch die Textilindustrie, international auf sich aufmerksam. Auch heute ist Neumünster durch seine Lage als Verkehrsknotenpunkt (Straße und Schienen) ein wichtiger Wirtschafts- und Logistikstandort. So entsteht derzeit nördlich der Stadt auf einer Fläche von 60 Hektar der Gewerbe- und Industriestandort Entwicklungsfläche Nord.

Auch als einer der größten Messe- und Veranstaltungsorte Schleswig-Holsteins ist Neumünster, vor allem durch seine Holstenhallen, bekannt. Dort findet unter anderem jährlich die größte Baufachmesse Nordeuropas, die NordBau, statt. Als Pferdestadt Neumünster ist die Stadt außerdem Austragungsort internationaler wie nationaler Reitturniere sowie Standort der Messe Nordpferd (alle zwei Jahre) und verschiedener renommierter Pferdezuchtveranstaltungen.

Aus historischer Sicht ist das kulturelle Erbe der Stadt als Industriestandort von Interesse, das im Stadtbild vielerorts immer noch sichtbar ist.

Text: Anna Pechbrenner Links und Literatur

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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors