Nunsdorf

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Wie bei Wikipedia kann man mit seinem Wissen dazu beitragen und die Geschichte von Nunsdorf ergänzen, sowie schöne Radtouren der Gegend einstellen.


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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Unser Dorf, das im Mittelalter zum Bereich der Edlen von Torgau auf Burg Zossen gehörte, zeichnet sich durch einen auffallend breiten, straßenartigen Anger aus, auf dessen südlichen Teil sich seit dem Jahre 1765 eine schlichte im Barockstil erbaute Kirche erhebt.

Nach dem Aussterben des Rittergeschlechtes kam 1490 die Herrschaft Zossen an die Mark Brandenburg; mit ihr auch Nunsdorf. Nach einem Bericht des Amtes vom Jahre 1545 lag dieses Dorf auf der hohen oder deutschen Seite des ehemaligen Herrschaftsgebietes, hatte 40 Hufen, 14 Hüfner mit dem Lehnschulzen und 8 Kossäten. Die gutsherrlichen Rechte waren aber in 4 Teile zerfallen, in die sich das Amt Zossen, die von Lietzen, Glaubitz und von Otterstedt teilten. Die dem Amte unterstellten Hüfner mussten Spann – und Ackerdienste verrichten, die Kossäten Hand – und Fußdienste leisten und außerdem beim Bau von Dämmen behilflich sein. Den Dreißigjährigen Krieg überlebten 9 Bauern, wie der Landreiter im Jahre 1652 feststellte, doch die Kossäten waren alle den Nöten gewichen und ihre Höfe durch 6 neuhinzugezogen besetzt worden.

Nach einer amtlichen Niederschrift von 1702 hatte der Oberstallmeister von Schwerin, Hofrat Simonis und von Wilmersdorf einige Gerechtsame in dem Amtsdorf, die der letztgenannten Familie noch bis um das Jahr 1800 zustanden. Schwer hatte das Dorf am 21. August 1813 zu leiden, als die aus 3 Kompagnien und das Hellwigsche Freikorps bestehende preußische Vorhut dem 12. französischen Korps den Übergang über das Bruchgelände verwehren wollte. Sächsische Geschütze überschütteten die preußische Stellung mit Zwölfpfündern, so dass sich die kleine Schar der Verteidiger zurückziehen musste. Nach den Befreiungskriegen, als das Amt Zossen veräußert wurde, löste sich auch das seit dem Mittelalter bestehende Untertansverhältnis der Einwohner, die ihre Dienste durch Geldabzahlungen ablösten.

Einwohnerzahl 1925:161 männl. 163 weibl. Anbaufläche : 857 ha Eisenbahnstation : Thyrow, Fernstrecke Berlin (Anh Bhf) Luckenwalde – Jüterbog Postanschrift : Thyrow Kr. Teltow

Quelle: Adressbuch Teltow 1927