Pätz

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Geschichte

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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Pätz

Die landschaftliche Reize der Umgebung, besonders die ausgedehnten Seen mit ihrem zum Teil prächtigen Badestrand haben den Ort in den letzten Jahren viele Ausflügler und Wanderer zugeführt. Am bemerkenswertesten ist, was man von Fremden immer wieder hören kann, die außergewöhnlich große Dorfaue von Pätz, um die sich die mehr oder minder modernen Hausgruppen lagern.

Die Geschichte hat nur auf ihren großen Schritten den stillen Ort am „ Vordersten See“ berührt; sonst eilte sie vorüber. Soviel aus alten Urkunden bekannt ist, gehörte das vielleicht im 13. oder 14. Jahrhundert gegründete Dorf den Schenken von Landberg auf Teupitz und wird über 100 Jahre später als andere Orte auf dem Teltow erstmalig erwähnt, als 1499 „Petze“ für 500 Gulden in den Besitz des Albrecht Kratz und seiner Familie überging.

Das Schoßkataster vom Jahre 1624 gibt die Größe der Gemarkung auf 16 bäuerliche Hufen an, die von 15 Hüfnern bewirtschaftet wurden. Außerdem waren 5 Kossäten, 1 Hirt und 1 Laufschmied ansässig; Abgaben und Dienste standen den Schenken zu. 1644 schied Pätz endgültig aus den der Schenken aus und kam an Joachim Christoph v. Stutterheim, um nach 1680 an den von Löben überzugehen.

Den Dreißigjährigen Krieg überlebten außer dem von der Herrschaft eingesetzten „ Setzschulzen“ 5 Bauer, doch wurden in den folgenden Jahren fast alle Stellen wieder bezogen. Baron von Löben überließ 1717 das Dorf Friedrich Wilhelm I., der es seiner Herrschaft Wusterhausen einverleibte. Vor den Franzosenkriegen, um das Jahr 1800, waren 14 Ganzbauern, 6 Büdner und 7 Einlieger in „ Petz“ ansässige, insgesamt 138 Einwohner, denen nach der Volkszählung von 1925, 603 Einwohner gegenüberstehen. Erst in jüngster Zeit hat Pätz Anschluss an das Chausseenetz des Kreises bekommen, wodurch die Entwicklung des mit eigenartigen landschaftlichen Schönheiten umgebenen Ortes neue Förderung erhielt. Besonders reizvoll ist das östliche Ufer des Pätzer Hinter – See, kurzweg „ der Hinterste“ genannt, dessen Höhen vierzig Meter über dem Wasserspiegel aufragen und prächtige Heidelandschaft bieten.

Einwohnerzahl 1925: 325 männl. 278 weibl.

Quelle: Adressbuch Teltow 1927