Rehagen

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Geschichte

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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Rehagen

Was Chroniken und Urkunden aus älterer Zeit auf unsere Tage überliefert haben, ist oft so gering, dass sich daraus kaum ein einigermaßen anschauliches Bild über das Entstehen der einzelnen Dörfer ergibt. So auch hier in Rehagen. Daher ist sehr lehrreich, den Lageplan zu betrachten, der manches über die Gründung des Ortes gerade an dieser Stelle bezeugt.

Das sandige Ufer lässt an dieser Stelle eine scharf ausgeprägte dreieckige Halbinsel in den moorigen Boden ausgedehnten Niederung vorspringen. Diesen Umstand werden sich die ersten Kolonisten zunutze gemacht und ihre Wohnhäuser und Stallungen hübsch am Rande der Halbinsel entlang gebaut haben, die auch noch heute in derselben Rundlingsform in Erscheinung treten, wie vor Jahrhunderten. Der eine Zugang zum Anger konnte leicht durch Verhaue gegen unliebsame Eindringlinge geschützt werden, denn von den nassen Wiesen aus war kaum ein Überfall feindlich gesinnter Nachbarn zu befürchten.

1545, als andere Teltowdörfer schon auf eine zweihundertjährige mehr oder minder bewegte Vergangenheit zurückblicken konnten, wird Rehagen erstmalig genannt. Es gehörte ursprünglich zum Herrschaftsbereich der sächsischen Familie von Torgau, ging dann nach dem Aussterben dieser an den Kurfürsten Johann von Brandenburg über, der es dem neu geschaffenen Amtsbezirk unterstellte.

Nach dem aus dem Jahre 1545 stammenden Schriftstück umfasste die Gemarkung nur 12 Ackerhufen, und war der ort vom Lehnschulzen, 10 Hüfner und 4 Kossäten bewohnt. Der Schulze hatte im Bedarfsfall dem Landesherrn mit Pferd und Wagen zu dienen, die Hüfner und Kossäten dagegen Spann – bzw. Hand- oder Fußdienste zu leisten; und zwar mussten sie besonders dem Amtsvorwerk Kummersdorf (jetzt Alexanderdorf) ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen, aber auch Arbeiten in den Rebenpflanzungen am Glienicker Weinberg verrichten und beim Bau von Dämmen behilflich sein.

Während des Dreißigjährigen Krieges waren im Dorfe nur 2 Bauerngüter eingegangen. Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts zählte man an 26 Feuerstellen 172 Bewohner, und diese Zahl muss man auch in Betracht ziehen, wenn von den Befreiungskriegen die Rede ist, vom August 1813, wo die Einwohner schwer unter den feindlichen Truppen zu leiden hatten.

Langsam ging die Weiterentwicklung Rehagens vonstatten. Der Bau der Kreischaussee im Jahre 1880, die Schaffung des Truppenübungsplatzes, ferner die vorher erfolgte Anlegung der Militäreisenbahn am Wachsen der Gemeinde.

Einwohnerzahl 1925: 392 männl. 379 weibl.

Quelle: Adressbuch Teltow 1927