Schleuse Neue Mühle

Aus Veikkos-archiv
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Ansichtskarte
Ansichtskarte 1966
Ansichtskarte 1980

Der Legende nach geht die Schleuse auf einen Jagdausflug Friedrichs I. Ende des 17. Jahrhunderts zurück, auf dem er vom Müller beköstigt worden sein soll. Der Müller beklagte sich bei seinem kurfürstlichen Gast über den wechselnden Wasserstand der Dahme, der seinen Betrieb beeinträchtigte, und wünschte sich ein Wehr und eine Schleuse. Angeblich erhörte der spätere König die Bitte des Müllers. Jedenfalls wurde 1696 eine erste Schleuse gebaut, deren Wände die heutige Bootsschleppe flankieren.

Spätetstens 1868 entstand wenige Meter neben der alten die neue Schleusenkammer. Sie hat im Jahr 2008 eine nutzbare Länge von 38,93 und eine Breite von 5,33 Metern. Die Hubhöhe beträgt 1,50 Meter. Über die Dahme hinweg wurde zwischen dem Schleusentor und dem Unterwasser eine Kettenzugbrücke für die Landstraße zwischen Königs Wusterhausen und Zernsdorf beziehungsweise Niederlehme gebaut. Passieren größere Schiffe die Schleuse, wird der Straßenverkehr unterbrochen und die Klappbrücke hochgefahren. Bis 1950 wurde dabei das Stemmtor per Handkurbel geöffnet. 2006 wurden insgesamt 4.106 Schleusenfüllungen vorgenommen. Dabei passierten 102 Fahrgastschiffe, 15.621 Kleinfahrzeuge und 643 Fiskalische Fahrzeuge die Schleuse. Bei der Nutzung ergaben sich große saisonale Unterschiede. So lag die Zahl der Schleusungen im März 2007 bei rund 60, im Spitzenmonat August dagegen bei 3.670. Das bedeutete für den August, dass die Brücke im Tagesdurchschnitt 118 mal hochgefahren wurde. Die Bootsschleppe kann auch außerhalb der Schleusenbetriebszeiten genutzt werden.

Die letzte Mühle wurde um 1900 abgetragen. An ihrer Stelle steht ein Landgasthof. Am Oberwasser der Schleuse befindet sich der Yacht Club Neue Mühle mit einem holzverkleideten Vereinshaus. Das Clubgelände grenzt an den historischen Tiergarten.



Text: Wikipedia

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