Töpchin

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Geschichte

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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Wie Klausdorf, so hat auch Töpchin seinen ungenahten Aufschwung der Ziegelindustrie zu verdanken. 1860, also zehn Jahre nach Eröffnung der ersten Ziegelei „Springbleiche“ am Wege nach Zehrensdorf, wurden 234 Einwohner gezählt; 1900 dagegen 971.

Bis zu 5 Millionen Steine konnte jährlich hergestellt werden, doch ging diese Zahl schon vor dem Kriege zurück, da sich die Krisen auf dem Baumarkt in erheblichem Maße auch hier auswirkten.

Zur Herrschaft Zossen gehörig, die in der Niederung des Töpchiner Sees eine natürliche Ostgrenze hatte, unterstand das Dorf im Mittelalter denen von Torgau zu Zossen, bis es 1490 an den Markgrafen von Brandenburg kam und damit in eine feste Verbindung zur Mark trat.

1545 werden in dem 14 Hufen umfassenden „Tupschin“ 13 Hüfner und 3 Kossäten als ansässig aufgeführt, die dem Amtmann in Zossen Spann und Fußdienste zu leisten hatten; der andere Teil, 4 Bauernhöfe umfassend, gehörte denen von Otterstedt zu Dahlewitz.

Nach dem Dreißigjährigen Kriege, den nur 5 Hüfner überlebten, werden die „adligen Hufen“ nicht mehr erwähnt. Eine Niederschrift aus dem Jahre 1702 bezeichnet die Erträgnisse der Gemarkung als sehr schlecht, doch durften die Einwohner auf dem damals noch heute bedeutend größeren See fischen; nach der 1862 durchgeführten Notteregulierung wurde auch der Spiegel dieses Sees erheblich gesenkt, so dass dadurch eine starke Verkleinerung des fischreichen Gewässer eintrat.

Bei Anlegung des Truppenübungsplatzes Zehrensdorf im Jahre 1910 verkauften die Gemeindeglieder beträchtliche Teile ihres Forstbesitzes an den Fiskus.

Einwohnerzahl 1925: 460 männlich 449 weiblich

Quelle: Adressbuch Teltow 1927