Tornow

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Wie bei Wikipedia kann man mit seinem Wissen dazu beitragen und die Geschichte von Tornow ergänzen, sowie schöne Radtouren der Gegend einstellen.


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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Am nördlichen Fuße der Zesch – Freidorfer Staumoräne, der die Teupitzer Seenlandschaft vom Vorland des Baruther Haupttales trennt, und am Ostufer des malerischen Tornower Sees gelegen, finden wir das stille Dörfchen „Tornau“ wie es früher hieß. Zum Hoheitsgebiet der Schenken auf Teupitz von altersher gehörig, fern von den vollen Pulsschlägen des Lebens inmitten meilenweiter Wälder dahinträumend, werden erst durch ein Schoßkataster vom Jahre 1624 nähere Angaben bekannt. Zu dieser Zeit saßen 12 Hüfner und 5 Kossäten im Orte, die 13 Hufen Land bestellten; ein Hirte war ebenfalls vorhanden.

Trotzdem wir uns gerade in diesem nicht zum eigentliche Teltow gehörigen Landschaftsteil mit seinen ausgedehnten Sandstrecken eine arme Bevölkerung vorstellen müssen, mit kargen Erträgnissen der heimatliche Scholle, hielten doch der Dreißigjährige Krieg und seine Gefolgschaft auch hier reiche Ernte; 10 Bauerngüter und 5 Kossätenhöfe wurden wüst, und nur 3 Hüfner überlebten die schwere Zeit. Die Hüfner mussten den Baron von Schenk beim Jagen und Fischen behilflich sein, auch hatte um 1668 der Teupitzer Prediger das Dienstrecht auf „zween Hüfner“.

Um das Jahr 1700 wurden eine Anzahl neue Bauernstellen geschaffen, und 1717 kam „Torno“ als ein Bestandteil des sogenannten Schenkenländchens an Friedrich Wilhelm I., gleichzeitig zur Herrschaft Königswusterhausen und direkt zum Amte Teupitz. Um 1800 finden wir in 25 Haushaltungen 130 Einwohner, die hier in der Franzosenzeit, als die Herrschaft Wusterhausen zum großen Teil aufgelöst werden musste, mit den benachbarten Wassermühlen zum Amte Buchholz kamen.

Seit dem Jahre 1860 hat die Bevölkerungszahl nur unbedeutend zugenommen, doch wird unser Dorf gern von Sommergästen aufgesucht, angezogen durch die Reize, die der Tornower See und seine bewaldeten Ufer bieten.

Einwohnerzahl 1925:178 männl. 180 weibl. Anbaufläche: 653 ha Eisenbahnstation: Halbe, Fernstrecke Berlin (GörlBhf) Halbe – Kottbus Postanschrift: Teupitz ( Kr. Teltow)

Quelle: Adressbuch Teltow 1927