Waßmannsdorf

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Wie bei Wikipedia kann man mit seinem Wissen dazu beitragen und die Geschichte von Waßmannsdorf ergänzen, sowie schöne Radtouren der Gegend einstellen.


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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Wenn wir von einer kurzen Erwähnung des Ortes im Jahre 1350 absehen, so findet sich wie bei fast allen Dörfern auf dem Teltow die erste ausführliche Nachricht im Landbuch, Kaiser Karl IV. um 1375. Heinrich von Selchow wird darin als Besitzer eines 11 Freihufen umfassenden Gutes genannt. Beachtenswert ist, dass die vom Landesherrn besonders erbetene Sondersteuer, die Bede, und der Wagendienst „von altersher“ zum Schloss Wusterhausen gehörten, so dass man hieraus vielleicht eine ehemalige feste Verbindung zwischen den beiden Orten vermuten kann; die übrigen Gerechtsame standen denen von Selchow auf „Wasmestorff“ zu.

Um 1450 tritt ein gewisser Mußlow (Musolf) als Lehnsbesitzer auf, dessen Anteile später an die von Schlabrendorf übergingen. Im beginnenden 17. Jahhundert finden wir außer dieser bekannten Familie die Eckart, die ein 5 Freihufen umfassendes Gut besaßen. 1624 werden 10 Bauernhöfe und 5 Kossätenstellen genannt. Nach dem Bericht des Landreiters vom Jahre 1652, der uns über die Zahl der Bewohner manche Auskunft gibt, hatten außer dem Schulzen noch 2 Bauern und 2 Kossäten den Dreißigjährigen Krieg überdauert; nach wir vor befand sich das Dorf im Besitz derer von Schlabrendorf. Gutsanteilig waren übrigens die von Britzke, deren Anteil der Landrat von Wilmersdorf im Jahre 1706 erwarb.

Sämtliche Gutsteile vereinigte der Geheime Oberfinanzrat von Schlabrendorf 1785. Von 1823 ab finden wir bürgerliche Familien in dem Besitz des Gutes, Oberrechnungsrat Büttner, 1836 Ludwig Gottgetreu, dann Damköhler und Stuhlmann; letztere veräußerten das gegen 1800 Morgen große Gelände im Jahre 1891 an die Stadt Rixdorf, die einen Teil der Gemarkung in Rieselfelder umwandelte. Auf das spätere Mittelalter weist die Kirche hin, deren Feldsteinmauern die Jahrhunderte überdauerte, und an die Zeit, als noch die gelben Postkutschen von Berlin über Mittenwalde nach Dresden fuhren, erinnert der Rest eines Meilensteines. Der Obilisk selbst wurde im Kaisermanöver 1876 heruntergeschossen, doch ist der Sockel durch einen kleinen gärtnerischen Schmuck umgeben und dadurch gewissermaßen unter Schutz gestellt.

Einwohnerzahl 1925: 142 männl. 168 weibl. Anbaufläche: 280 ha Eisenbahnstation: Schönefeld, Kleinbahnstrecke Neukölln – Mittenwald Postanschrift : Mahlow ( Bez. Potsdam)

Gutsbezirk Einwohner1925: 121 männl. 132 weibl. Anbaufläche : 503 ha

Quelle: Adressbuch Teltow 1927