Zernsdorf

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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Dort, wo die Zernsdorfer Lanke nach der Durchbrechung der Niederlehme – Zernsdorfer Staumoräne in den Krüppel –See mündet, beide Gewässer , die in Rudererkreisen stets beliebt sind, scheint frühzeitig unser Dorf entstanden zu sein; vielleicht schon in slawischer Zeit.

Zernsdorf war ein Grenzort zwischen den Landeinheiten Beeskow – Storkow einerseits und Wusterhausen – Teupitz andererseits, trat als solcher aber nie in Erscheinung, weil hier keine bevorzugte Passstelle war. Um 1375, im Landbuch Kaiser Karl IV., wird „ Czernestorf“ erstmalig genannt, das mit 10 Hufen Ackerland ausgestattet war.

Merkwürdig ist, dass zu der Zeit den Mönchen in Dobrilugk (Niederlausitz) der Lanke – See gehörte, dieses Besitzverhältnis wird jedoch in späteren Urkunden nicht mehr erwähnt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gelangte das Dorf in engere Beziehung zum Schlosse Wusterhausen und als die Teupitzer Schenken dies von den Schlieben erwarben, kam es in die Hände dieser Lehnsträger. 1624 werden 8 Bauern und 2 Kossätenhöfe genannt, von denen während des Dreißigjährigen Krieges eine große Zahl wüst wurde und später recht zögernd neue Siedler fand.

1717 ging der Ort durch Kauf mit manchen anderen Dörfern in den Besitz Friedrich Wilhelm I. über, der ihn nun mit seiner Herrschaft Wusterhausen verband. Um das Jahr 1800 zählt Zernsdorf auf 20 Feuerstellen 96 Einwohner, doch war diese Zahl nach Anlegung von Ziegeleien am Westufer des Lanken - Sees bald überholt, so dass 1860 schon 204 Bewohner gemeldet werden konnten. Weiteren Zuwachs erhielt die Gemeinde durch Landhaussiedelungen und gewerbliche Anlagen, zu denen besonders die 1888 erbaute Kreischaussee und die Zweigbahn Königswusterhausen – Grunow beitrugen.

Einwohnerzahl 1925: 481 männl. 564 weibl.

Quelle: Adressbuch Teltow 1927