Zeuthen

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(c) Karte: CC-BY-SA OpenStreetMap.org contributors


Wenn wir den Ort mit seinen Landhäusern, zahlreichen Klubgebäuden, überhaupt den Zug ins Vornehme von heute sehen und in Betracht ziehen, dass das „ Dorf“ über 2000 Einwohner besitzt , und dann erfahren, dass vor rund fünfzig Jahren kaum mehr als 100 Bewohner dort zu finden waren, dann verschwindet die letzte Phantasie vom slawischen Fischerdorf.

1375 als „ Czuten“ erstmalig im Landbuch Kaiser Karl IV. genannte wird, bewohnen diese Siedelung am Dahme Ufer tatsächlich nur Fischer, die weinig Ackerland besaßen; Hufenland gab es hier, wie auch in Schmöckwitz, nicht. Die Einkünfte und geringe Abgaben erhielten Propst Apetzko in Berlin, Heinrich von Buden und Joh. Neuendorf, die sie von Wilh. von Liepe käuflich erworben hatten.

Um 1450 finden wir den markgräflichen Vasallen Direke als Lehnsträger der in Erbbesitz stehenden Höfe, 12 an der Zahl , die später an die Brackow und 1552 an die Roch „ mit allen Gerechtsamen“ übergingen. Kurz darauf kaufte der Kurfürst den Ort zurück und unterstellte ihn dem Amte Cöpenick. 1624 werden 5 Ganz – und 1 Halbkossäte sowie 1 Hirte als männliche Einwohner genannt, von denen nur ein Kossäte den Dreißigjährigen Krieg überlebte; die Gehöfte der anderen wurden zeitweise wüst, konnten jedoch bis zum Jahre 1652 wieder besetzt werden.

Nach der Auflösung des Amtes Cöpenick um 1810 war Zeuthen dem Amte Mühlenhof in Berlin unterstellt, das bis 1872 die Polizeiverwaltung ausübte. Eine vollständige Wandlung der Verhältnisse setzte in den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein, als sich einzelne Berliner Segeler im Ort bzw. in nächster Nähe ansiedelten. Bald folgten mehrere, die das „Wochenende „ am waldigen Ufer und auf den weiten Wasserflächen der Dahme – Seen begingen, aus primitiven Lauben wurden Häuser, aus dem Fischerdorf der ausgedehnte Vorort Berlins – das Zeuthen, das heute zu uns spricht.

Einwohnerzahl 1925: 956 männl. 1050 weibl.

Quelle: Adressbuch Teltow 1927