AGO Flugzeugwerke
Die AGO Flugzeugwerke waren zwei deutsche Flugzeugbauunternehmen, die von 1912 bis 1918 in Johannisthal bei Berlin und von 1934 bis 1945 in Oschersleben existierten. Das Unternehmen wurde ursprünglich 1909 in München als Aeroplanbau Otto-Alberti von Gustav Otto und Herbert Alberti gegründet. Bereits 1909 begann Gustav Otto mit der Entwicklung eines Flugmotors, der unter dem Namen AGO (Aeromotor Gustav Otto) bekannt wurde. 1911 verließ Alberti das Unternehmen, und die Firma wurde in Gustav Otto Flugmaschinenwerke umbenannt.
Am 12. April 1912 gründete Otto am Flugplatz Johannisthal bei Berlin eine Zweigniederlassung namens AGO Fluggesellschaft GmbH, die sich als Generalvertretung der Ottowerke mit Vertrieb, Wartung und Betrieb einer Flugschule etablierte. Später wurde die Firma in AGO Flugzeugwerke GmbH umbenannt und begann ab 1913 mit der eigenen Produktion von Flugzeugen auf dem Grundstück Waldstraße 12 bis 15 in Johannisthal. Das Unternehmen entwickelte unter anderem Beobachtungsflugzeuge und Wasserflugzeuge für das Militär.
Der Hauptstandort der AGO Flugzeugwerke in der ersten Phase war somit der Flugplatz Johannisthal bei Berlin, ein bedeutendes Zentrum der deutschen Luftfahrtindustrie. Dort wurden Flugzeuge entwickelt, gefertigt und getestet, und eine eigene Flugschule betrieb die Ausbildung von Piloten.
Nach der Schließung der Produktion in Johannisthal wurde 1934 in Oschersleben ein neues Werk unter dem Namen Apparatebau GmbH Oschersleben (kurz AGO) gegründet, das später Flugzeuge wie den Reiseflugzeugtyp Ao 192 und das Strahljagdflugzeug Messerschmitt Me 262 produzierte.