Alt Schönau
Alt-Schönau in Mecklenburg wurde erstmals 1230 als "Schonowhagen" in einer Besitzurkunde des Klosters Broda erwähnt. Das Dorf liegt in der Mecklenburgischen Seenplatte und war historisch von der Landwirtschaft geprägt. Die Dorfkirche, ein frühgotischer Feldsteinbau ohne Turm, stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde später teilweise erneuert. Am 1. Januar 2005 schloss sich Alt-Schönau mit Lansen zur Gemeinde Lansen-Schönau zusammen, die 2012 in der Gemeinde Peenehagen aufging. In den letzten Jahrzehnten wurden neue Wanderwege und ein Gemeindehaus gebaut, und das Gutshaus wird heute von mehreren Familien genutzt. Die Region ist reich an archäologischen Funden, die auf eine frühe Besiedlung hinweisen.
Gut Alt-Schönau
Das Gut Alt-Schönau in Mecklenburg wurde ursprünglich von der Familie Scönow besessen, später hatten auch die Familien von Flotow und von Hahn auf Basedow Anteile daran. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts verpfändeten die Schönow ihre Anteile an die Familie von Blücher. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wechselte das Gut häufig den Besitzer, darunter Kurt Behr, Friedrich von Lehsten, Hinrich von Erlenkamp, ab 1726 die Familie von Voss, 1899 Ferdinand Meisenburg, danach Friedrich Kolz und Alfred Wegener.
Der letzte Eigentümer vor 1945 war der Landwirt Ernst Piek. Das Gutshaus, ein verputzter Backsteinbau, entstand gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Nach 1945 wurde das Gut im Zuge der Bodenreform enteignet und das Gutshaus als Kindergarten, Gemeindebüro und Bauernstube genutzt. Nach 1990 kam das Haus in Privatbesitz und beherbergt heute Ferienwohnungen; einige Wirtschaftsgebäude der Gutsanlage sind erhalten geblieben.