Deutscher Verein für das nördliche Schleswig
Der Deutsche Verein für das nördliche Schleswig wurde im Jahr 1896 gegründet und hatte seinen Sitz in Hadersleben (heute Haderslev) in Nordschleswig, einer Region mit gemischter deutscher und dänischer Bevölkerung. Der Verein entstand in einer Zeit intensiver nationaler Auseinandersetzungen zwischen Deutschland und Dänemark, insbesondere nach der Grenzziehung infolge des Deutsch-Dänischen Krieges von 1864.
Ziel des Vereins war die Förderung und der Schutz des Deutschtums in der Nordmark, also im nördlichen Teil des ehemaligen Herzogtums Schleswig, das nach dem Krieg unter dänische Verwaltung fiel. Der Verein engagierte sich kulturell und politisch, organisierte Veranstaltungen, unterstützte deutsche Schulen und veröffentlichte die Vierteljahresschrift „Die Nordmark“, die sich mit Fragen der Volksbildung, Kultur und Identität beschäftigte. Er war Teil eines breiten Netzwerkes deutscher Organisationen, die sich für die Rechte und die kulturelle Selbstbehauptung der deutschen Minderheit in Dänemark einsetzten. Die Aktivitäten des Vereins wurden von deutschen Behörden beobachtet und teilweise unterstützt, wie Archivdokumente aus dem Preußischen Kulturbesitz belegen. Der Verein war bis in die 1920er Jahre aktiv und spielte eine bedeutende Rolle in der deutsch-dänischen Grenzregion.
Reklamemarken
Verzeichnis der Wehrschatz-Reklamemarken vom Verein.
nicht verortet