Deutsches Uhrenmuseum

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Siegelmarke einer Uhrenfabrik - Union Clock Company

Das Deutsche Uhrenmuseum liegt im Zentrum der Stadt Furtwangen (Baden-Württemberg) und ist Teil der Hochschule Furtwangen (HFU).

Das Museum widmet sich der Geschichte der Zeitmessgeräte. Ein Schwerpunkt liegt auf der handwerklichen und industriellen Uhrenproduktion im Schwarzwald. Die Sammlung umfasst unter anderem frühe Kuckucksuhren aus dem 18. Jahrhundert sowie den Prototyp des heutigen Schwarzwaldsouvenirs.

Rund ein Drittel der Besucher buchen eine persönliche Führung, in der auch Uhren und Musikinstrumente in Gang gesetzt werden. Vor allem in der Urlaubszeit können Kinder in der „Uhrenwerkstatt“ selbst eine Uhr bauen und gestalten. Für Schulklassen bietet das Museum Themen-Workshops in Modulen an, die teilweise passend zum Bildungsplan abgestimmt sind. Die Sammlung umfasst 8000 Objekte; etwa 1300 Uhren sind dauerhaft ausgestellt. Neben Uhren gehören ein Firmenschriftenarchiv sowie eine Fachbibliothek deutschsprachiger Literatur zur Sammlung.

2006 wurde das Museum als einer von 365 Orten ausgewählt, die Deutschland im Wettbewerb des Bundespräsidenten „Land der Ideen“ vertreten haben. 2008 erhielt das Museum die Auszeichnung „Ankerpunkt der European Route of Industrial Heritage“. Gewürdigt wurde damit das Museum als Markstein auf der Deutschen Uhrenstraße, die die Stätten der Uhrenherstellung in der Region miteinander verbindet.

Im Jahr 2010 hatte das Museum 60.000 Besucher.


Geschichte

1852 begann Robert Gerwig, Direktor der Großherzoglich Badischen Uhrmacherschule Furtwangen, alte Uhren als Zeugnisse traditioneller Handwerkskunst zu sammeln.

1858 wurde die Sammlung erstmals auf der Schwarzwälder Industrieausstellung in Villingen gezeigt.

Ab 1874 waren die historischen Uhren zusammen mit aktuellen Erzeugnissen der Region dauerhaft in der neuerbauten Gewerbehalle zu sehen.

1925 wies der erste gedruckte Sammlungskatalog der „Historischen Uhrensammlung“ Adolf Kistner bereits über 1000 Uhren aus.

1959 wurde ein Neubau eingeweiht, der an der Stelle des baufälligen Holzgebäudes errichtet worden war.

1975 kaufte das Land Baden-Württemberg die bedeutende Uhrensammlung der Kienzle-Uhrenfabriken an und übergab sie dem Museum. Aufgrund der Ergänzungen im Bereich Taschen- und Renaissanceuhren wurde die „Historische Uhrensammlung“ 1978 in „Deutsches Uhrenmuseum“ umbenannt.

1992 wurde der aktuelle Museumsbau eingeweiht. Heute ist das Deutsche Uhrenmuseum Teil der Hochschule Furtwangen University.



Text: Wikipedia

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