Elisabethiner-Convent
Der Elisabethiner-Convent, benannt nach der heiligen Elisabeth von Thüringen, ist eine Ordensgemeinschaft, die ihre Wurzeln in der Krankenpflege und karitativen Arbeit hat. Gegründet wurde die Gemeinschaft im Jahr 1842 von vier jungen Frauen, die nach dem Vorbild der heiligen Elisabeth arm und mittellose Kranke pflegten, ohne dabei nach Stand oder Religion zu unterscheiden.
Die Mitglieder widmeten sich dem selbstlosen Dienst an Hilfsbedürftigen, speziell der ambulanten Pflege der Kranken, und bauten im Laufe der Zeit soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser, Kindergärten, Altenheime und Schulen auf. Der Orden, zu dem der Convent gehört, war ab 1863 in der Berliner Niederwallstraße beheimatet, später wurde das St. Joseph Krankenhaus in Berlin-Tempelhof errichtet, das zu einem wichtigen Zentrum der Krankenpflege wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlegte sich der Sitz des Mutterhauses und des Ordens teilweise auch nach Reinbek bei Hamburg und Rom, behielt aber auch weiterhin Standorte in Berlin.