Erstürmung des Kissinger Friedhofs

Aus veikkos-archiv
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Die Erstürmung des Kissinger Friedhofs fand am 10. Juli 1866 während der Schlacht bei Kissingen im Deutschen Krieg statt. Die preußischen Truppen kämpften gegen die bayerische Armee und wollten durch den Friedhof, insbesondere am Wohnhaus des Totengräbers und an der Kapelle des Friedhofs, in die Stadt vordringen. Der Friedhof lag in einer strategisch wichtigen Position, da er zwischen Kissingen und den umliegenden Gebieten wie Nüdlingen und Winkels lag. Die bayerischen Soldaten verteidigten die Position mit großer Hartnäckigkeit, während die Preußen mit Füsilieren und sogar Äxten die Kirchhofsmauer durchbrachen, um in den Friedhof einzudringen. Die Kämpfe dort waren heftig, und es gab starke Beschuss- und Kanonadenspuren an Gebäuden und der Friedhofsmauer, die bis heute sichtbar sind. Nach erbittertem Häuserkampf eroberten die Preußen schließlich Kissingen. Auf dem Kapellenfriedhof wurden etwa 151 der rund 350 Opfer bestattet. Das Wohnhaus des Totengräbers und die Kapelle selbst wurden stark beschädigt, die Gebäude zeigen noch heute zahlreiche Einschusslöcher und Spuren der Schlacht.

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