Fähre Ferchland

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Fähre Ferchland

Die Fähre Ferchland–Grieben verbindet die Orte Ferchland im Jerichower Land und Grieben im Landkreis Stendal über die Elbe. Sie stellt heute eine wichtige Verbindung zwischen beiden Elbufern dar und schließt eine Lücke im regionalen Straßennetz.

Die Geschichte der Fährverbindung reicht mindestens bis ins Jahr 1722 zurück, als sie erstmals urkundlich erwähnt wurde. Damals handelte es sich um eine sogenannte Schrickfähre, die mit Muskelkraft und langen Staken über den Fluss bewegt wurde. Später kam eine Gierfähre zum Einsatz, die sich mithilfe der Strömung an einem Seil über die Elbe bewegte. Da dieses Seil jedoch die Schifffahrt behinderte, wurde diese Technik wieder aufgegeben.

Einen großen technischen Fortschritt brachte die Einführung einer Motorfähre in den 1920er Jahren. Sie erleichterte den Betrieb erheblich und machte die Überfahrt zuverlässiger. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Fähre jedoch 1945 infolge der Kampfhandlungen versenkt. Nach Kriegsende wurde der Betrieb zunächst wieder aufgenommen, gewann durch die teilweise zerstörte Elbbrücke bei Tangermünde sogar vorübergehend an Bedeutung und blieb noch einige Jahre bestehen.

Mit der Wiederherstellung der Brücke und dem Ausbau des Straßennetzes nahm die Bedeutung der Fähre jedoch ab. Schließlich wurde der Fährbetrieb 1955 eingestellt, sodass die direkte Verbindung zwischen Ferchland und Grieben für mehr als vier Jahrzehnte unterbrochen war.

Erst am 1. Mai 1998 wurde die historische Fährverbindung mit einer modernen Motorfähre wieder in Betrieb genommen. Seitdem verbindet sie erneut die beiden Orte sowie die Landkreise Jerichower Land und Stendal. Die Fähre wird heute vor allem von Pendlern, Radfahrern, Ausflüglern und Touristen genutzt und ist zugleich ein beliebtes Ausflugsziel an der Elbe. Seit 2011 liegt der Betrieb in der Verantwortung der Gemeinde Elbe-Parey.