Frauenkirche (Günzburg)

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Frauenkirche (Günzburg)

Die katholische Frauenkirche (Zu Unserer Lieben Frau) in Günzburg, einer Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben, wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts im Stil des Rokoko errichtet. Sie ist der bedeutendste Kirchenbau der Stadt und gilt als eines der Hauptwerke des Baumeisters Dominikus Zimmermann.


Geschichte

Vermutlich gab es bereits um 1380 in der Günzburger Oberstadt an der Stelle der heutigen Kirche eine Kapelle zu Ehren der Jungfrau Maria. Als 1433 in der Nähe dieser Kapelle ein Franziskanerinnenkloster gegründet wurde, baute man die alte Kapelle zu einer größeren Kirche im Stil der Gotik um. 1492 wurden Kirche und Kloster durch einen Verbindungsgang miteinander verbunden. Seit 1493 hatten die Nonnen ein Anrecht auf eine Kapelle im Emporenbereich. Auf einem Merianstich aus dem Jahr 1643 ist eine Kirche mit gotischem Spitzturm am heutigen Frauenplatz zu erkennen.

Beim großen Brand von 1735 brannte die Kirche ab, nur der untere Teil des Turmes blieb erhalten. 1736 beschloss die Stadt den Neubau der Kirche und betraute damit Dominikus Zimmermann, einen der berühmtesten Baumeister der Wessobrunner Schule. Bis 1741 waren Chor und Langhaus einschließlich Stuckierung und Ausmalung fertiggestellt. Aus Geldmangel und infolge des Österreichischen Erbfolgekrieges (1740–1748) mussten die Arbeiten unterbrochen werden. Erst 1757 wurden die Altäre und die Kanzel eingebaut. 1780 wurde die Kirche von dem damaligen Weihbischof Johann Nepomuk August Ungelter geweiht.

1825 erwarben die seit 1758 in Günzburg niedergelassenen Englischen Fräulein, später Maria-Ward-Schwestern genannt, das 1782 aufgehobene Franziskanerinnenkloster. Sie nutzten die ehemalige Nonnenempore in der Frauenkirche als Chor. Von 1998 bis 2002 wurde die Kirche grundlegend saniert und innen und außen restauriert.



Text: Wikipedia

Bild: Wikipedia/GFreihalter

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