Frauenmark
Die Geschichte von Frauenmark, heute ein Ortsteil der Gemeinde Friedrichsruhe in Mecklenburg-Vorpommern, reicht bis in die Jungsteinzeit zurück: In der Umgebung finden sich zahlreiche archäologische Zeugnisse, darunter Großsteingräber und Funde der Trichterbecher-Kultur, die auf eine Besiedlung vor etwa 5000 Jahren hinweisen. Auch aus der Eisenzeit und späteren Epochen gibt es Spuren, etwa Hügel- und Urnengräber sowie slawische Burgwälle.
Im Mittelalter war das Gebiet Teil der wendischen Grenzregion des Landes Warnow und wurde in Urkunden und Sagen erwähnt. Frauenmark entwickelte sich über die Jahrhunderte zu einem eigenständigen Dorf.
Im Zuge der Gemeindereformen des 20. Jahrhunderts wurde Frauenmark am 1. Januar 1951 in die Gemeinde Friedrichsruhe eingegliedert. Heute ist Frauenmark einer von mehreren Ortsteilen der Gemeinde, die landschaftlich durch Wiesen, Niederungen und Endmoränen geprägt ist und für ihre vorgeschichtlichen Funde bekannt ist.
Standesamt
Das Standesamt Frauenmark wurde, wie in ganz Deutschland üblich, erst im späten 19. Jahrhundert als eigenständige staatliche Behörde eingerichtet. Zuvor wurden Geburten, Eheschließungen und Sterbefälle ausschließlich von der Kirche im Kirchenregister dokumentiert. Mit der Einführung der Standesämter übernahmen Bürgermeister oder Dorfschullehrer zunächst ehrenamtlich die Aufgaben der Personenstandsbeurkundung, bevor diese später von Verwaltungsbeamten übernommen wurden.