Gerbstedt ist eine Kleinstadt im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt.

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Geschichte

Das Gebiet der Stadt Gerbstedt ist schon sehr lange besiedelt; dies bezeugen viele Funde. Südlich von Siersleben gab es sogar eine Kreisgrabenanlage. Außerdem wurden Grabhügel oder ganze Gräberfelder ausgegraben. Ein solches existiert am Nordhang der Schlenze zwischen Helmsdorf und Polleben. Hier wurden sehr viele Steinkistengräber gefunden; die Toten wurden alle mit dem Kopf nach Süden begraben. Einige Gräber wurden nachgebaut; sie befinden sich versteckt am Sehringsberg, zehn Meter vom oberen Feldrand entfernt. Außerdem existierte am Brosowski-Schacht ein Fürstengrab der Aunjetitzer Kultur, das 1906 vom Historiker Hermann Größler untersucht wurde.[4]

An den vor dem Bau des Schlüsselstollens viel zahlreicheren Bächen und Rinnsalen existierten viele alte Dörfer. Die meisten davon sind nur noch als Wüstungen zu finden, allein um die Kernstadt gibt es zehn. Diese heißen: Dankendorf, Derlingen, Dresewitz, Lodderstedt, Mummesdorf, Nienstedt, Nisselsdorf, Polingen, Reindorf und Rote Welle.[5] Von einer weiteren Wüstung nordöstlich der Kernstadt ist der Name unbekannt. Eine weitere wüste Ortschaft namens Dörlitz befindet sich bei Freist.

Auf Grundlage eines Gebietsänderungsvertrages haben die Gemeinderäte der Gemeinden Augsdorf (am 8. Juni 2009), Friedeburgerhütte (am: 18. Mai 2009), Hübitz (am 20. Mai 2009), Stadt Gerbstedt (am 19. Mai 2009), Ihlewitz (am 14. Mai 2009), Rottelsdorf (am 9. Juni 2009), Siersleben (am 10. Juni 2009), Welfesholz (am 3. Juni 2009) und Zabenstedt (am 23. Juni 2009) beschlossen, dass ihre Gemeinden aufgelöst und zu einer neuen Einheitsgemeinde mit dem Namen Stadt Gerbstedt vereinigt werden. Dieser Vertrag wurde von der Kommunalaufsicht genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.[6] Am 24. Januar 2010 wurden die Gemeinden Freist, Friedeburg (Saale) und Heiligenthal eingemeindet.[7]


Text: Wikipedia

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