Haslach

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Haslach im Kinzigtal (auf alemannisch Hâsle) ist eine Kleinstadt mit gut 7000 Einwohnern im Schwarzwald.

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Geschichte

Haslach ist eine sehr alte Stadt. Römerzeitliche Funde (Keramikscherben, Altarstein, Römisches Grabrelief) lassen eine Besiedlung bereits zu Zeiten des Baus der Militärstraße durch das Kinzigtal (um 74 n. Chr.) vermuten. Bodenfunde deuten auf eine römische Straßenstation hin. Haslach war von den Zähringern im 11. Jahrhundert als Marktstadt und Zentrum des lokalen Silberbergbaus gegründet worden. Der Bergbau erlebte unter der Herrschaft der Fürstenberger (Ersterwähnung des Ortes 1240) einen enormen Aufschwung, Haslach war Sitz eines Bergrichters, der 400 Stollen und Schächte des Kinzigtals verwaltete. 1241 war Haslach in der staufischen Reichssteuerliste mit dem vergleichsweise hohen Betrag von 40 Mark Silber eingetragen, die Erhebung zur Stadt erfolgte 1278.

Ab 1500 lag die Stadt im Schwäbischen Reichskreis. Nach dem Niedergang des Silberbergbaus im 16. Jahrhundert entwickelte sich Haslach als Amts- und Marktstadt weiter.

Als Sitz eines fürstenbergischen Amtes bekam Haslach die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges zu spüren. Am 6. September 1632 wurde die Herrschaft Haslach von württembergischen Truppen angegriffen, als diese auf dem Feldzug gegen Offenburg die Stadt passierten. Dabei eroberten sie die Orte Hausach und Haslach, mussten aber dann wieder abziehen.[3] Im August 1633 kam die Herrschaft Haslach an den württembergischen Obristen Bernhard Schaffalitzky von Muckadell.[4] Erst nach der Schlacht bei Nördlingen im September 1634 fiel die Herrschaft Haslach wieder an die Grafen zu Fürstenberg zurück.

Im Spanischen Erbfolgekrieg wurde Haslach 1704 komplett niedergebrannt. Am mittelalterlichen Grundriss der Stadt orientiert, entstanden daraufhin vergleichsweise moderne Fachwerkbauten in süddeutscher, barocker Abzimmerung. Nach Bildung des Kurfürstentums Baden 1803 wurde Haslach Sitz des gleichnamigen Bezirksamtes. Als dieses 1857 aufgelöst wurde, kam die Stadt zum Bezirksamt Wolfach, aus dem 1939 der Landkreis Wolfach wurde.

In den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs bestanden in der Nähe der Stadt, am Vulkan, zwei Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof und ein Außenlager des Sicherungslagers Schirmeck-Vorbruck. Grund für die Einrichtung des Lagers war die Verlagerung von Produktionsstätten mehrerer Rüstungsbetriebe in die bombensicheren Bergwerksstollen der Hartsteinwerke Vulkan. In dem Lager wurden etwa 1.700 Häftlinge aus 19 Ländern unter quälenden Bedingungen zur Zwangsarbeit gezwungen. Hunderte von Häftlingen überlebten ihren Aufenthalt nicht. Am 28. April 1948 wurden diese Stollen gesprengt, was auch von seismischen Stationen registriert wurde.[5] Erst im Jahre 1998 wurde die „Gedenkstätte Vulkan“ eingeweiht, die an diese Zeit erinnert.[6]

Den Namenszusatz im Kinzigtal führt die Gemeinde seit dem 22. November 1962. Am 1. Dezember 1971 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Bollenbach eingemeindet.[7] 1973 wurden der Landkreis Wolfach aufgelöst und Haslach in den Ortenaukreis eingegliedert.


Text: Wikipedia

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