Königlich sächsische Feldzeugmeisterei
Die königlich sächsische Feldzeugmeisterei war die zentrale militärische Behörde des Königreichs Sachsen, die für das Artilleriewesen, die Waffen- und Munitionsverwaltung sowie die Instandhaltung und Lagerung von Kriegsgerät zuständig war. Ihre Entstehung geht auf die Zeit der Heeresreformen im 17. und 18. Jahrhundert zurück, als Sachsen unter Kurfürst Johann Georg III. ein stehendes Heer aufbaute und die Artillerie als eigenständigen Waffenzweig organisierte. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Feldzeugmeisterei zu einer modernen militärischen Verwaltungsbehörde, die eng mit anderen technischen und logistischen Einrichtungen des sächsischen Heeres zusammenarbeitete.
Nach der Rangerhebung Sachsens zum Königreich 1807 wurde die Organisation weiter ausgebaut. Die Feldzeugmeisterei war im 19. und frühen 20. Jahrhundert für die Entwicklung, Beschaffung, Lagerung und Wartung von Geschützen, Munition und Ausrüstung der sächsischen Armee verantwortlich. Sie spielte eine zentrale Rolle bei der Modernisierung des sächsischen Militärs und war ein wichtiger Bestandteil der militärischen Infrastruktur Sachsens, insbesondere bis zur Auflösung der sächsischen Armee nach dem Ersten Weltkrieg.
Der Sitz der königlich sächsischen Feldzeugmeisterei befand sich in Dresden.