Karlsburg (Vorpommern)
Karlsburg in Vorpommern wurde erstmals 1300 als „Gnatzkow“ urkundlich erwähnt. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts gehörte das Gut der Adelsfamilie von Normann, bevor es durch Heirat an die Familie von Bohlen überging. Christoph Oloff von Bohlen übernahm das Gut 1698, und die Familie initiierte ab 1731 den Bau des repräsentativen barocken Schlosses, das nach einem Brand 1732 neu errichtet wurde.
1771 wurde der Ort zu Ehren des Besitzers Carl Julius Bernhard von Bohlen und anlässlich eines Besuchs des schwedischen Königs Gustav III. in „Carlsburg“ (heute Karlsburg) umbenannt. Nach dem Tod Friedrich Ludwig von Bohlens 1828 erbte Caroline von Bismarck-Bohlen das Gut, das bis 1945 im Besitz der Familie von Bismarck-Bohlen blieb.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss 1947 als Heimstätte für Diabetiker genutzt, woraus sich das weltweit renommierte Zentralinstitut für Diabetes „Gerhardt Katsch“ entwickelte. Nach der Wende ging das Schloss in Landeseigentum über und wurde bis 2016 von der Universität Greifswald verwaltet. Heute ist Karlsburg ein bedeutendes medizinisches Zentrum mit modernem Klinikum und Lehrkrankenhaus der Universität Greifswald.