Lützow
Die Gemeinde Lützow im Süden des Landkreises Nordwestmecklenburg (Mecklenburg-Vorpommern) ist ein Ort mit einer langen, aber wenig spektakulären bäuerlichen Geschichte. Sie besteht heute aus mehreren Ortsteilen und ist Teil des Amtes Lützow-Lübstorf.
Historisch war das Gebiet um Lützow bereits im Mittelalter besiedelt und stand im Zusammenhang mit dem Adelsgeschlecht von Lützow, das in der Region mehrere Güter besaß und bedeutenden Einfluss ausübte. Im 19. Jahrhundert war die Gegend vor allem landwirtschaftlich geprägt. Die Gemeinde selbst entwickelte sich aus einem kleinen Bauerndorf und war über Jahrhunderte von der Landwirtschaft und den wechselnden Besitzverhältnissen der umliegenden Güter geprägt.
Lützow wurde durch die Bodenreform nach 1945 nachhaltig verändert, als große Güter aufgesiedelt und das Land an Neubauern verteilt wurde. In der DDR blieb Lützow ein landwirtschaftlich orientierter Ort, der nach der Wende in die kommunale Verwaltungsstruktur des Landkreises Nordwestmecklenburg eingegliedert wurde.
Heute ist Lützow eine von mehreren Gemeinden im Amt Lützow-Lübstorf, die gemeinsam rund 13.500 Einwohner auf einer Fläche von über 276 km² haben. Die Gemeinde verfügt über eine eigene Verwaltung, ist aber politisch und wirtschaftlich eng mit den Nachbarorten vernetzt.
Ein besonderes historisches Ereignis in der Umgebung ist das Gefecht von 1813, bei dem das Lützowsche Freikorps im nahegelegenen Waldgebiet einen Hinterhalt auf eine französische Wagenkolonne legte und dabei Theodor Körner fiel. Dieses Ereignis prägt bis heute die regionale Erinnerungskultur, hat aber keinen direkten Bezug zur Gründung oder Entwicklung der heutigen Gemeinde Lützow.