Landesheilanstalt Pfafferode

Aus veikkos-archiv
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Die Landesheilanstalt Pfafferode bei Mühlhausen wurde 1912 als preußische Landesheil- und Pflegeanstalt eröffnet und entwickelte sich zur größten psychiatrischen Einrichtung Thüringens. Während der NS-Zeit wurden dort im Rahmen der sogenannten Aktion T4 mindestens 313 Patienten ermordet, insgesamt starben zwischen 1939 und 1945 fast 2.841 Menschen in der Anstalt, viele durch gezielte Vernachlässigung und Überdosierung von Medikamenten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Einrichtung mehrfach umbenannt und wandelte sich von einer reinen Psychiatrie zu einem allgemeinen Krankenhaus; seit 2002 firmiert sie als Ökumenisches Hainich-Klinikum. Ein Gedenkstein erinnert heute an die Opfer der NS-Euthanasie.

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