Lassan
Lassan wurde erstmals 1136 als slawische Fischersiedlung mit einer Burg urkundlich erwähnt und war Mittelpunkt der Landschaft Lesane.
Der Ortsname entwickelte sich über die Jahrhunderte von Lesane (1136) über Lessan (1168) und Lessaz (1177) bis zum heutigen Lassan (1295).
Ab etwa 1200 wurde Lassan planmäßig von den Herzögen von Pommern angelegt und erhielt 1274 das Stadtrecht.
Im Mittelalter war Lassan ein bedeutender Hafen am Peenestrom und lebte hauptsächlich von Fischerei, Landwirtschaft und Holzverarbeitung.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg fiel Lassan 1648 an Schweden und kam 1815 im Zuge des Wiener Kongresses zu Preußen.
Ein Stadtbrand zerstörte 1664 große Teile Lassans, und 1837 wurde die Stadt von einer Cholera-Epidemie heimgesucht.
1896 wurde die Anklam-Lassaner Kleinbahn eröffnet, was die Anbindung an das Umland verbesserte.
Während des Zweiten Weltkriegs blieb Lassan von größeren Zerstörungen verschont und wurde 1945 von der Roten Armee besetzt.
Nach 1990 wurden die Altstadt, die Kirche und der Hafen im Rahmen der Städtebauförderung saniert, und Lassan entwickelte sich zur drittkleinsten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns.
Heute gehört Lassan zum Landkreis Vorpommern-Greifswald und ist bekannt für seine gut erhaltene Altstadt und seine Lage am Peenestrom.