Lauenburg/Elbe

Aus veikkos-archiv
Version vom 5. Februar 2022, 10:00 Uhr von WikiSysop (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Lauenburg/Elbe ist eine Kleinstadt im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein.

Reklamemarken und Siegelmarken

Verzeichnis der sortierten Reklamemarken und Siegelmarken mit einem Bezug zu Lauenburg.

Lübeckische Anzeigen

Wallenstein

Sonstige

Geschichte

Gründung

Als gesichert gilt, dass Lauenburg bereits 1260 das Stadtrecht besaß. Die Stadt Lauenburg feierte deshalb 1960 auf der Grundlage eines Dokuments aus dem Jahr 1260 den 700. Geburtstag.[4]

Andererseits geht Wichmann von Meding nach seiner neueren Forschung davon aus, dass die Stadt von den Dänen 1209 gegründet wurde. Sie hatten sich unter König Knut VI. der Grafschaften Holstein und Ratzeburg und 1199 der Lauenburg bemächtigt, die zuvor in Hand der Welfen war.[5] Ältere Quellen weisen darauf hin, dass Herzog Albrecht I. nach dem Sieg bei Bornhöved (1227) unterhalb der Burg eine Stadt anlegen wollte.[6] Der erste Pfarrer der Kirche wurde erstmals 1243 erwähnt. Das Stadtrecht erhielt Lauenburg vor dem Jahr 1260.

Herzogtum

Lauenburg war bis 1689 Herzogtum, wobei das Gebiet des alten Herzogtums weitgehend mit dem heutigen Kreis Herzogtum Lauenburg übereinstimmt. Lauenburg war auch Sitz des Amtes Lauenburg. Im Mittelalter war Lauenburg ein wichtiger Handelspunkt am Stecknitzkanal, der hier von der Elbe abzweigte. Die Alte Salzstraße überquerte die Elbe vier Kilometer westlich unterhalb der Ertheneburg bei Schnakenbek.

Im Jahr 1635 wurde die Schifferbrüderschaft gegründet, ursprünglich ein Zusammenschluss von Schiffern und Schiffsbediensteten, die in der Stadt Lauenburg ansässig waren. Sie existiert bis heute und feiert jedes Jahr im Januar das Fest der Schipperhöge mit einem Umzug durch die Stadt.

Am 10. Juni 1666 wurde die heute noch existierende Lauenburger Schützengilde gegründet.

Französische Zeit

Nach der Konvention von Artlenburg wurde das Herzogtum Lauenburg durch französische Truppen besetzt und von 1810 bis 1813 ins französische Kaiserreich eingegliedert und dem Département des Bouches de l’Elbe zugeschlagen. Im Gefecht um Lauenburg am westlichen Ortsrand von Lauenburg kämpften am 17. und 19. August 1813 alliierte Truppen gegen die aus Hamburg anrückenden napoleonischen Einheiten unter Marschall Davout.[7]

Preußische Zeit

1865, nach dem Deutsch-Dänischen Krieg, kam mit dem Vertrag von Gastein Schleswig zu Preußen, Holstein zu Österreich, Lauenburg wiederum zu Preußen.

Am 18. Februar 1872 wurden die drei Vorstadtgemeinden Unterberg, Hohlenweg und Oberbrücke[8] mit der Stadt Lauenburg vereinigt.

Nationalsozialistische Zeit

Von 1934 bis 1940 war Kurt Petersen, Jurist und NSDAP-Mitglied, Bürgermeister von Lauenburg. 1934 entstand auch in Lauenburg ein ziviler Luftschutz. Während des Zweiten Weltkriegs blieb die Stadt dann aber weitgehend von Zerstörungen verschont. Zwar flogen alliierte Flugzeuge häufig über Lauenburg auf dem Weg nach Hamburg, doch Bomben warfen sie dabei keine ab. 1941 soll es lediglich einen Angriff auf das örtliche Elektrizitätswerk gegeben haben.[9]

Deutschland verlor 1945 den Zweiten Weltkrieg und es wurde schrittweise besetzt. In den letzten Kriegstagen rückten die alliierten Truppen immer weiter nach Norden vor. Die Wehrmacht zog sich über die Elbe nach Norden zurück. Im Kreis Herzogtum Lauenburg begannen im April die Vorbereitungen hinsichtlich der zu erwartenden Kämpfe. Stellungen, Schützenlöcher, Schützengräben und mit Minen ausgestattete Panzersperren wurden eingerichtet. Zudem wurden verschiedene Brücken für Sprengungen vorbereitet.[10] Deutsche Pioniere sprengten am 19. April die Lauenburger Elbbrücke. Zu diesem Zeitpunkt standen schon britische Streitkräfte auf der Lauenburg gegenüberliegenden Elbseite bei Hohnstorf und Sassendorf. Die britischen Truppen überquerten die Elbe in der Nacht vom 28. auf den 29. April 1945 bei Artlenburg und Schnakenbek. Noch am folgenden Vormittag wurde Lauenburg eingenommen.[10] Danach rückten sie nach Westen gegen die Dynamitfabrik Krümmel und Geesthacht vor, wo Kampfgas gelagert wurde. Nach Norden erreichten sie Lübeck am 2. Mai 1945.[11] Am selben Tag flüchtete die Geschäftsführende Reichsregierung aus dem Raum Eutin-Plön vor den herannahenden britischen Truppen weiter in den Sonderbereich Mürwik. Nur zwei Tage später erfolgte die Teilkapitulation der Wehrmacht für Nordwestdeutschland, Dänemark und die Niederlande.[12]

Lauenburg in Schleswig-Holstein

1951 wurde die neue Elbbrücke fertiggestellt. Am 12. März 1953 schoss eine sowjetische MiG-15 an der Elbe bei Lauenburg in Grenznähe zur DDR ein britisches Militärflugzeug ab.

Seit 1995 gehört Lauenburg zur Metropolregion Hamburg. Am 25. Mai 2009 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.


Text: Wikipedia

Liste der Autoren

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Einzelheiten sind in den Nutzungsbedingungen von Wikipedia beschrieben.