Loge Herrmann zur deutschen Treue

Die Freimaurerloge Herrmann zur deutschen Treue wurde am 18. August 1818 in Mühlhausen in Thüringen gegründet und hatte ihren Standort in einem eigenen Logenhaus in der Stadt, das ab 1855 als kulturelles und soziales Zentrum diente.

Die Loge vereinte angesehene Bürger der Stadt, darunter Militärs, Juristen, Verwaltungsbeamte, Bürgermeister, Lehrer, Ärzte, Kaufleute, Handwerker und Landwirte. Sie war Teil der humanitären Freimaurerei und orientierte sich an den Idealen der Aufklärung, der Brüderlichkeit und der sittlichen Vervollkommnung des Menschen. Im Jahr 1855 erwarb die Loge ein eigenes Gebäude, das fortan als Logenhaus diente und sich zu einem wichtigen Treffpunkt für freimaurerische, kulturelle und soziale Aktivitäten entwickelte. Von dort gingen zahlreiche soziale Stiftungen aus, die das Gemeinwesen in Mühlhausen unterstützten. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Loge im Jahr 1934 verboten, ihr Eigentum beschlagnahmt und das Logenhaus der evangelischen Kirche übergeben, die es als Seniorenheim nutzte.

Nach der politischen Wende 1990 kehrte die Freimaurerei nach Mühlhausen zurück. Im Jahr 1999 wurde das Logenhaus von der Nationalen Großloge „Zu den drei Weltkugeln“ zurückerworben, aufwendig restauriert und dient seither wieder als Ort freimaurerischer Arbeit sowie für kulturelle und soziale Veranstaltungen.

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