Mariensee (Neustadt am Rübenberge)

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Die Geschichte von Mariensee, heute ein Ortsteil von Neustadt am Rübenberge, beginnt mit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1207 unter dem Namen lacus sancte Marie. Ursprünglich hieß der Ort Catenhusen, benannt nach einem mittelalterlichen Ritter „Cato“. Der entscheidende Entwicklungsschritt war die Gründung des Zisterzienserinnenklosters Mariensee durch Graf Bernhard II. von Wölpe um 1214, das zum Wahrzeichen des Ortes wurde und bis heute besteht.

Im Mittelalter prägten das Kloster und die Landwirtschaft das Dorfleben. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Kloster stark beschädigt und später im Barockstil wieder aufgebaut. Die Reformation führte dazu, dass das Kloster ab 1543 als evangelisches Damenstift weitergeführt wurde. Im 18. Jahrhundert wurde der Dichter Ludwig Hölty in Mariensee geboren, an den heute noch eine Gedenkstätte erinnert.

Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich Mariensee weiter, unter anderem durch die Einrichtung eines Remonteamtes zur Ausbildung von Militärpferden ab 1896. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung durch die Aufnahme von Flüchtlingen stark an. 1974 wurde Mariensee in die Stadt Neustadt am Rübenberge eingemeindet. Bis heute prägen das Kloster, die ländliche Umgebung und die Geschichte als kulturelles Zentrum den Ort.

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