Melkof

Aus veikkos-archiv
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Geschichte der Gemeinde Melkof ist eng mit der Entwicklung des gleichnamigen Gutes und seiner Besitzerfamilien verbunden.

Melkof wurde bereits um 1230 im Ratzeburger Zehntregister erwähnt und hat slawische Wurzeln. Das Gut Melkof (ursprünglich „Melkhof“) war über fast 400 Jahre (von 1471 bis 1819) im Besitz der Familie von Pentz, die erstmals 1471 mit Ullrich Pentz als Eigentümer urkundlich nachgewiesen ist. Ab 1819 übernahm die Familie von der Decken das Gut, die das klassizistische Herrenhaus zwischen 1819 und 1820 errichten ließ.

Nach dem Tod von Julius von der Decken 1867 ließ seine Witwe Anna Hedwig von der Decken die Gutskirche Melkof mit Gruftanbau errichten, die 1870 geweiht wurde und seither als evangelische Dorfkirche genutzt wird. Mit der Fertigstellung der Kirche wurde Melkof aus dem Kirchspiel Vellahn herausgelöst und erhielt eine eigene Pfarrei.

Ende des 19. Jahrhunderts heiratete Adelheid von der Decken Graf Konrad von Kanitz, wodurch das Gut an die Familie von Kanitz überging. Das Herrenhaus wurde zwischen 1885 und 1888 im Gründerzeitstil erweitert und umgestaltet. Die Familie von Kanitz blieb bis zur Enteignung 1945 Eigentümer des Gutes und Herrenhauses.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gut enteignet und aufgesiedelt. Die Gemeinde Melkof gehörte lange als eigenständiger Ortsteil zu Vellahn und wurde am 13. Juni 2004 mit weiteren Gemeinden zur Großgemeinde Vellahn zusammengeschlossen. Heute ist Melkof ein Ortsteil der Gemeinde Vellahn im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Siegelmarke