Mirow
Mirow wurde erstmals 1227 als „Villa Mirowe“ urkundlich erwähnt; der Name stammt aus dem Slawischen und bedeutet „Ort des Friedens“. Im 13. Jahrhundert schenkte Fürst Heinrich Borwin II. dem Johanniterorden Land, woraufhin eine Komturei gegründet wurde, die über Jahrhunderte das Zentrum des Ortes bildete. Nach langwierigen Auseinandersetzungen übernahmen im 16. Jahrhundert die mecklenburgischen Herzöge zunehmend die Kontrolle, bis die Komturei 1648 säkularisiert und Mirow dem Herzogtum Mecklenburg-Schwerin zugeordnet wurde.
Mit dem Hamburger Vergleich von 1701 wurde Mirow Teil des neu gebildeten Herzogtums Mecklenburg-Strelitz und entwickelte sich zu einer Nebenresidenz der Herzöge. Von 1707 bis 1712 entstand auf der Schlossinsel das barocke Schloss Mirow, das später mehrfach erweitert und als fürstlicher Wohnsitz genutzt wurde. Im 18. Jahrhundert war Mirow ein geistig-intellektuelles Zentrum, verlor aber nach dem Tod der Herzoginwitwe Elisabeth Albertine 1761 seine höfische Bedeutung.
Im 19. Jahrhundert erhielt Mirow ein Amtsgericht (1879) und ein Lehrerseminar im sogenannten „Unteren Schloss“. Erst 1919 wurde Mirow zur Stadt erhoben. Während der DDR-Zeit gehörte Mirow zum Kreis Neustrelitz und wurde nach der Wende Teil des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Heute ist die Schlossinsel mit Schloss, Johanniterkirche, Fürstengruft und Liebesinsel das kulturelle Zentrum der Stadt.
Siegelmarken
Sonstige