Neukloster

Aus veikkos-archiv
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Neukloster entstand 1219 mit der Gründung des Benediktinerinnenklosters St. Maria im Sonnenkamp, das aus Parchow hierher verlegt wurde und sich rasch zu einem kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum entwickelte. Nach der Reformation wurde das Kloster 1555 aufgelöst, sein Besitz fiel an die mecklenburgischen Landesherren. Im Westfälischen Frieden 1648 kam Neukloster zusammen mit Wismar an Schweden und blieb bis 1803 schwedisch, ehe es im Malmöer Pfandvertrag an Mecklenburg-Schwerin überging und 1903 endgültig an Mecklenburg zurückfiel.

Im 19. Jahrhundert erlebte Neukloster durch die Verlegung des Lehrerseminars (1862), die Gründung der Landesblindenanstalt (1864) und den Bahnanschluss (1887) einen wirtschaftlichen und demografischen Aufschwung. 1938 erhielt Neukloster das Stadtrecht; nach dem Zweiten Weltkrieg verdoppelte sich die Einwohnerzahl durch den Zuzug von Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Bis heute prägen das mittelalterliche Klosterensemble und zahlreiche Gebäude des 19. und 20. Jahrhunderts das Stadtbild.

Siegelmarken

Blindenanstalt zu Neukloster

Sonstige