Neustadt (Dosse)
Die Geschichte von Neustadt (Dosse) beginnt mit der Besiedlung in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, als auf dem heutigen Stadtgebiet eine frühdeutsche Burg errichtet wurde, die den Dosseübergang an einer wichtigen Handelsstraße sicherte. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Besitz häufig zwischen bedeutenden brandenburgischen Adelsfamilien wie den von Bredow, von Winterfeld und von Quitzow.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg übernahm 1643 der schwedische Feldmarschall Graf Hans Christoph von Königsmarck Neustadt, bevor es 1662 an Prinz Friedrich von Hessen-Homburg ging. Dieser ließ die Sumpfgebiete trockenlegen, siedelte Kolonisten aus Holland, Süddeutschland und Hugenotten an und förderte Handwerk und Gewerbe. 1664 erhielt Neustadt das Stadtrecht, und nach einem Großbrand 1666 wurde die Stadt mit neuen wirtschaftlichen Impulsen wieder aufgebaut.
Im 18. Jahrhundert wurde Neustadt (Dosse) durch die Gründung des Brandenburgischen Haupt- und Landgestüts (1788–1790) unter König Friedrich Wilhelm II. zu einem Zentrum der Pferdezucht, was bis heute die Identität der Stadt prägt. Neustadt (Dosse) trägt daher seit über 200 Jahren den Beinamen „Stadt der Pferde“.