Oberdorla
Oberdorla ist ein Ortsteil der Landgemeinde Vogtei im westthüringischen Unstrut-Hainich-Kreis.
Siegelmarken
Geschichte
Das Gebiet wurde 50 n. Chr. von zwei germanischen Volksstämmen, den Cheruskern und Hermunduren, besiedelt. Oberdorla hieß um 860 Thurnilohum[1], Durnloha (932), Durlon (1220) und seit 1330 Dorla.[2] Auch die spätere Ortsnamensendung -a weist auf das Vorhandensein eines Gewässers hin. Tatsächlich wurde die Ortsgründung durch die stark schüttenden Karstquellen Kainspring und Melchiorbrunnen westlich von Oberdorla begünstigt, die Trinkwasser und Antriebskraft für sieben Mühlen boten. Ortsbildprägend sind bis heute:
die Riethmühle
die Zengsmühle
die Probstmühle
die Marktmühle[3]
die Wiesenmühle
Oberdorla wird erstmals 805 in einer Schenkungsurkunde eines Grafen Erpho, vermutlich von Bilstein[4] urkundlich erwähnt.
987 baute Graf Wigger von Bilstein in Oberdorla die St.-Peter-und-Paul-Kirche sowie ein daran angeschlossenes Stift, das Reichtum und Macht erlangte, und schenkte den Dorlaern den Hainichwald. Der Vorsteher des Stiftes war gleichzeitig Archidiakon des Archidiakonats, einer der vier nordthüringischen Kirchenorganisationen, die eine ziemliche Macht hatten. Dieses Stift der Augustiner-Chorherren bestand bis 1472 und wurde 1487 in die Stadt Langensalza verlegt.[5] Oberdorla gehörte zur Vogtei Dorla, eine zur Ganerbschaft Treffurt gehörigen Verwaltungseinheit.
Zwei Brände 1666 und 1713 zerstörten den Ort vollständig bzw. fast vollständig.
Die Gemeinde Oberdorla schloss sich am 31. Dezember 2012 mit weiteren Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Vogtei zur neuen Gemeinde Vogtei, mit Sitz in Oberdorla, zusammen.[6]
Text: Wikipedia
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