Ranzin

Aus veikkos-archiv
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ranzin wurde erstmals 1228 als „Villa Randensyn“ urkundlich erwähnt und ist eine slawische Gründung, deren Name vermutlich „Wunde“ bedeutet. Die Besiedlung reicht jedoch bis in die Bronzezeit zurück, wie Hügelgräber und archäologische Funde belegen. Ab 1249 ist eine Kirche nachweisbar, und ab dem frühen 14. Jahrhundert war Ranzin über 500 Jahre lang Stammsitz des pommerschen Adelsgeschlechts von Horn, das das Gut in dreizehn Generationen bis 1845 besaß. Nach finanziellen Schwierigkeiten wechselte das Gut mehrfach den Besitzer, bis es 1846 vom Wolgaster Kaufmann August Wilhelm Homeyer übernommen wurde, der es modernisierte und das Vorwerk Wilhelmshöh anlegte.

Das ursprüngliche Gutshaus brannte 1875 ab und wurde 1877 im Stil des Barock neu errichtet. Die Familie von Homeyer baute das Gut zu einem Musterbetrieb aus, insbesondere mit einer europaweit bekannten Schafzucht. Nach weiteren Besitzerwechseln wurde das Gut 1945 enteignet und als Landesgut und später als VEG (Saatzucht und Tierzucht) weitergeführt. Das Gutshaus diente als Internat und Berufsschule, verfiel aber teilweise. Nach der Wende wurde das Gut privatisiert und das Schloss bis 2017 als Hotel genutzt. Seit 2005 ist Ranzin ein Ortsteil der Gemeinde Züssow. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die mittelalterliche Kirche mit Grabplatten der Familie von Horn, das Gutshaus und mehrere historische Wirtschaftsgebäude.

Siegelmarke