Realschule Ansbach
Die Königliche Realschule in Ansbach entwickelte sich im 19. Jahrhundert aus einer bereits bestehenden Realschule, die zunächst noch in beengten Räumen des Gymnasiums Carolinum untergebracht war. Wegen des wachsenden Platzbedarfs zog die Schule im Laufe des 19. Jahrhunderts in größere Gebäude um und wurde schließlich im sogenannten Zocha‑Schlösschen und später im Stadtschloss am heutigen Bahnhofsplatz angesiedelt, wo der Standort bis heute genutzt wird. Aus der Realschule ging 1877 eine voll ausgebaute sechsstufige Realschule hervor, die als offizielles Gründungsjahr der späteren höheren Schule gilt und den Charakter einer modernen, naturwissenschaftlich und praktisch ausgerichteten Bildungseinrichtung erhielt.
In der Zwischenkriegszeit wurde die Schule zur Oberrealschule Ansbach ausgebaut, erhielt zusätzliche Jahrgangsstufen und führte ab Ende der 1920er Jahre zum Abitur, womit sie den Rang einer vollwertigen höheren Lehranstalt erreichte. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Schulgebäude bei einem Luftangriff 1945 schwer beschädigt, jedoch nach provisorischen Ausweichlösungen für Schüler und Lehrkräfte in den folgenden Jahren wiederaufgebaut und in mehreren Bauabschnitten erweitert, sodass aus der früheren Königlichen Realschule schließlich das heutige Platen‑Gymnasium Ansbach hervorging.