Sage der Wendenschlacht bei Krumke

Aus veikkos-archiv
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Die Sage berichtet, dass in der Nähe des Dorfes Krumke eine blutige Schlacht zwischen den Deutschen unter Albrecht dem Bären und den Wenden unter ihrem Anführer Huder von Stade stattgefunden habe. Der Ort des Geschehens soll dort gewesen sein, wo sich heute die Schäferei von Krumke befindet. In der Schlacht sollen so viele Krieger beider Seiten gefallen sein, dass die Erde ringsum rot gefärbt war und ein im Dorf befindlicher Bach ganz mit Blut gefüllt wurde. Aus diesem Grund wurde der Bach später „die rote Furt“ genannt.

Historischer Kontext:

Die Sage ist eingebettet in die Zeit der Auseinandersetzungen zwischen deutschen Fürsten und den slawischen Wenden im Mittelalter. Albrecht der Bär war eine zentrale Figur bei der Eroberung und Christianisierung slawischer Gebiete östlich der Elbe. Die Sage knüpft damit an reale historische Ereignisse wie den Wendenkreuzzug von 1147 an, bei dem Albrecht der Bär tatsächlich eine bedeutende Rolle spielte.

Nachwirkung:

Die Erzählung wurde von verschiedenen Autoren überliefert, unter anderem von Pohlmann und Christoph Entzelt (1579), der die Namensgebung des Baches „rote Furt“ erwähnte. Auch in der regionalen Geschichtsschreibung und Sagenliteratur wurde die Geschichte immer wieder aufgegriffen und unter dem Titel „Die rote Furt“ weitererzählt.