Sassnitz
Sassnitz entstand aus zwei ursprünglich getrennten Siedlungen: dem Fischerdorf Sassnitz (Alt-Sassnitz) und dem Bauerndorf Crampas, dessen erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1398 stammt, während der Name Sassnitz erstmals 1584 auftaucht. Beide Orte lebten lange Zeit von Fischerei, Landwirtschaft, Kreideabbau und später auch vom Tourismus. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Sassnitz zu einem beliebten Badeort, was den Bau von Hotels und Villen im Stil der Bäderarchitektur begünstigte.
Am 1. April 1906 wurden Crampas und Sassnitz zur Gemeinde Sassnitz zusammengeschlossen, was die Grundlage für die spätere Entwicklung zur Hafenstadt legte. Die Eröffnung des Hafens und der Eisenbahnanschluss ab 1891 förderten das Wachstum und machten Sassnitz zum bedeutendsten Badeort Rügens um die Jahrhundertwende. Während der NS-Zeit wurde Sassnitz auch Marinestandort und erlitt 1945 schwere Bombenschäden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte Sassnitz durch den Ausbau der Fischerei- und Fischverarbeitungsindustrie einen wirtschaftlichen Aufschwung und starken Bevölkerungszuwachs. 1957 erhielt Sassnitz das Stadtrecht und wurde zur zweitjüngsten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns. Nach der Wende 1990 verlagerte sich der wirtschaftliche Schwerpunkt auf Tourismus und maritimen Handel, der historische Ortskern wurde saniert und Sassnitz 1998 staatlich anerkannter Erholungsort.
Reklamemarken und Siegelmarken
Verzeichnis der sortierten Reklamemarken und Siegelmarken mit einem Bezug zu Sassnitz.