Schönwolde

Aus veikkos-archiv
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Schönwolde (bei Gadebusch, Mecklenburg) ist ein kleiner Ort mit einer langen, aber bis ins 19. Jahrhundert wenig dokumentierten Geschichte. Der Ort lag ursprünglich in der Nähe des Schönwolder Moores, das bis Ende des 18. Jahrhunderts waldfrei war und als Weideland genutzt wurde. Ab dem 19. Jahrhundert wurde im Schönwolder Moor Torf abgebaut, was den Wasserhaushalt des Gebietes nachhaltig veränderte und zur späteren Bewaldung führte.

Schönwolde war lange Zeit ein ländlich geprägtes Dorf und gehörte zu den kleineren Ortschaften im Kreis Gadebusch. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Schönwolde ein Lehngut mit einer Größe von rund 568 Hektar; im Jahr 1921 wurde es von Ido Marquard von Lützow bewirtschaftet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gut im Zuge der Bodenreform enteignet und das Land aufgeteilt.

Am 1. Juli 1950 verlor Schönwolde seine Selbstständigkeit und wurde in die Gemeinde Krembz eingegliedert. Heute ist Schönwolde ein Ortsteil von Krembz im Landkreis Nordwestmecklenburg. Das Schönwolder Moor wurde 1972 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und ist heute ein bedeutender Teil des Biosphärenreservats Schaalsee.

Siegelmarken